«Die 15. Kulturnacht soll als spezieller Anlass in Erinnerung bleiben», erklärte Anna Hoyer, Projektleiterin Umweltbildung und Natur beim Jurapark Aargau, an der Medienkonferenz am Montag im Rehmann-Museum. Seit 2012 finden die Jurapark-Feste an wechselnden Orten statt, nun ist Laufenburg, die einzige Stadt im Jurapark Aargau, erstmals an der Reihe.

Unter dem Namen «Kult-Jurapark-Fest» erwartet die Besucher am 7. September Kunst und Kultur ohne Grenzen mit 40 Teilnehmern, ein Jurapark-Markt in der Altstadt mit rund 50 Anbietern von Ess- und Handwerkswaren aus der Region sowie die Verleihung des ersten Jurapark-Gemeindeawards für das schönste Gemeindeschaufenster (die AZ berichtete).

Zur Eröffnung um 11 Uhr werden rund 200 Kinder der Primarschule Laufenburg und Sulz das Laufenburger-Lied singen. Als Gastredner haben sich der Aargauer Regierungsrat Alex Hürzeler, Stadtammann Herbert Weiss und Bürgermeister Ulrich Krieger angemeldet.

Familienfreundliche Atmosphäre

Einen Vorgeschmack auf das Jurapark-Fest gibt es bereits am kommenden Samstag, 17. August, wenn die von 18 Jurapark-Gemeinden gestalteten Schaufenster im schweizerischen Laufenburg eröffnet werden. Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung des Kunstprojektes «Freie Fenster» – diesmal mit anderen, nicht zwangsläufig künstlerischen Inhalten. Damit verbunden ist die Verleihung des Jurapark-Gemeindeawards. Wer diesen erhält, entscheiden ausser einer Jury auch die Gäste des «Kult-Jurapark-Fest». Und so gehts: Für fünf Franken ist am 7. September ein Fest-Button mit einer Glaskugel erhältlich.

Die Abstimmung über das schönste oder originellste Fenster soll mit der Glaskugel erfolgen. Nebeneffekt: «Der Kauf des Buttons trägt zur Mitfinanzierung der Veranstaltung bei», erklärte OK-Präsident Roland Kaufmann. Der sich aufgrund der vielen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten viele Besucher erhofft. Dazu soll auch die familienfreundliche Atmosphäre beitragen. «Da Familien erwartet werden, haben wir relativ viel für Kinder im Programm», berichtete OK-Mitglied Roland Sens, «so kann man einen schönen Tag in Laufenburg erleben».

Offene Ateliers und Führungen mit Graf Hans

Die Liste der kulturellen Projekte am Kult-Jurapark-Fest umfasst Bildende Kunst, Bildhauerei, Theater, Ballett, Musik, Führungen, Erlebnis-Werkstatt, Wettbewerbe und Lesungen. Die Laufenburger Museen haben geöffnet, ebenso die gastronomischen Betriebe auf beiden Seiten des Rheins.

Unter anderem gibt es eine Multikulti-Atmosphäre auf dem Laufenplatz, eine Schoggi-Werkstatt und Einblicke in die Sulzer Nagelschmiede. Weiter gibt es offene Ateliertüren und Altstadt-Kurzführungen mit Graf Hans. Der Clou: ein vier Mal sechs Meter grosses Jurapark-Puzzle, das von Schulkindern bemalt und am 7. September in der Badstube zusammengesetzt wird.

Viel los also in Laufenburg auf beiden Seiten des Rheins. Das detaillierte Programm ist im Internet unter www.kultur nachtlaufenburg.com zu finden. «Man kann eintauchen in das Städtchen», freut sich Anna Hoyer schon jetzt auf den bevorstehenden Anlass. Dass Kulturnacht und Jurapark-Markt erstmals gemeinsame Sache machen, bezeichnete sie als «eine bereichernde Ergänzung».