Die Rheinfelder Feuerwehr hat den Zuschauern eine spannende Schlussprobe geboten mit dem Einsatz des Drehleiterfahrzeugs in den engen Altstadtgassen.

Das Drehleiterfahrzeug rückte über die Kirchgasse an und positionierte sich an der Ecke zur Brodlaube. Am Einsatzort beim Gasthaus Zum Engel galt es, mehrere Personen aus den Fenstern der oberen Stockwerke zu retten. Das 16 Tonnen schwere Fahrzeug war schnell gesichert und der Korb an der maximal 32 Meter langen Leiter mit zwei Mann besetzt. Oben an den Fenstern wurden die zu rettenden Personen zunächst am Korb gesichert, bevor sie hineinkletterten.

Die Enge der Altstadtgassen zeigte sich deutlich als Schwierigkeit, als die Leiter um die Ecke herumschwenken sollte, um die Menschen auf der anderen Hausseite zu bergen. Doch mit etwas Manövriergeschick gelang es den Kameraden, an der Ecke vorbeizuschwenken.

Schwierig zu navigieren

Bei der Schlussprobe der Feuerwehr bewährte sich das Drehleiterfahrzeug mit dem schwenkbaren Korb am Ende der Leiter, das noch keinen echten Einsatz in der Altstadt leisten musste. Übungsleiter Lukas Dickmann erklärte, dass gerade die Enge der Gassen die Herausforderung bei der Übung darstellte. «Wir müssen ja an das Brandobjekt heran», so Dickmann. «Da ist es schwierig, zu navigieren.»

Das Szenario der Schlussprobe sah vor, dass ein Brand im Erdgeschoss im Restaurant ausgebrochen war und aufgrund nicht geschlossener Brandschutztüren der Rauch ins Treppenhaus eindrang, sodass den Bewohnern der darüber liegenden Wohnungen der Fluchtweg abgeschnitten war.

Neben dem Einsatz der Rettungsleiter schickten Dickmann und der zweite Übungsleiter Stefan Gerig Trupp für Trupp der mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Kameraden in das Haus, um Verletzte zu bergen oder den Brand zu bekämpfen. 80 bis 90 Kameraden der 115 Feuerwehrleute der verschiedenen Ressorts waren im Einsatz.

Übungsleiter hatten freie Hand

Kommandant Marc Leber beschränkte sich bei der Schlussprobe auf das Beobachten. Angesichts der beengten Verhältnisse sei für die Einsatzleiter die Herausforderung, die wartenden Einsatzzüge so loszuschicken, dass diese sich nicht gegenseitig blockierten, meinte Leber. Bei der Gestaltung der Schlussprobe liess der Kommandant den Übungsleitern bis auf den finanziellen Rahmen praktisch freie Hand.

Dem nasskalten Wetter trotzten neben Einwohnern aus dem Städtli auch zahlreiche Kameraden weiterer Feuerwehren. Aus Badisch-Rheinfelden, Kaiseraugst, Möhlin und Wallbach hatten sich interessierte Feuerwehrleute eingefunden, um der Probe beizuwohnen. Der Einsatz der Drehleiter und die hin und her eilenden Rettungstrupps boten den Zuschauern ein gutes Schauspiel. Auch für die Kameraden war es ein lohnender Einsatz. «Das ist sehr anstrengend, aber es bringt auch was», meinte eine Feuerwehrangehörige zum Übungsende. Nach der Einsatznachbesprechung klang die Schlussprobe am Abend mit einem Fest im Magazin aus.