Über die Fridolinsbrücke rollt seit 1979 der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Stein und Bad Säckingen. Rund 40 Jahre nach der Fertigstellung arbeiten derzeit das Department für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) und das Bundesland Baden-Württemberg an einem umfassenden Massnahmenkatalog für die Sanierung der 244 Meter langen Brücke. Diese ist für das Jahr 2020 geplant.

«Unter anderem soll das Haupttragwerk der Brücke gegen Erdbebeneinwirkungen verstärkt werden», sagt BVU-Sprecher Giovanni Leardini. Daneben werden die Brückenabdichtungen und -beläge, die Fahrbahnübergänge sowie das Geländer ersetzt. Fahrbahn- und Gehwegbeleuchtung sollen überprüft und die Brückenentwässerung an die deutsche Kanalisation angeschlossen werden. Unter Vorbehalt der noch bevorstehenden Planung für den genauen Bauablauf wird gemäss Leardini die verkehrsrelevante Gesamtbauzeit «eher in einer Bausaison – von Anfang Frühling bis Anfang Winter – liegen».

Fahrbahn wird «angerampt»

Im Zuge der Brückensanierung wird auch die Lichtsignalanlage am Brückenkopf auf der Steiner Seite überprüft. «Nach 25 Jahren ist die Lichtsignalanlage sanierungsbedürftig», sagt Leardini. So werde die Aussenanlage allenfalls ersetzt und das Steuergerät mit der aktuellen Technik ausgestattet.

Während den Sanierungsarbeiten ist geplant, für den Verkehr zwei Fahrstreifen mit mindestens einer Breite von je drei Metern zu Verfügung zu stellen. «Hierzu wird auf einer Strassenseite die Fahrbahn provisorisch auf die Höhe des Gehwegs ‹angerampt›, um auf diesem fahren zu können», erklärt Leardini. Damit die Gehwege die Last des darüber rollenden Verkehrs tragen können, müssen die seitlich herausragenden Tragelemente unter den Gehwegen verstärkt werden.

Durch die zweispurige Verkehrsführung wird ein schnellerer Abfluss des stockenden Verkehrs zu den morgendlichen und abendlichen Spitzen über den Grenzübergang gewährleistet. Ein Nachteil zu einem einspurigen Verkehrsregime oder einer Vollsperrung ist die etwas längere Gesamtbauzeit, so Leardini.

Bei dem damaligen Bau der Fridolinsbrücke haben der Schweizer Bundesrat und die deutsche Bundesregierung beschlossen, dass die erforderlichen Massnahmen für den Unterhalt und den Betrieb der Grenzbrücke je zur Hälfte getragen werden. «Für die vorgesehen Massnahmen hinsichtlich der anstehenden Sanierung ist dieses gegenseitige Einverständnis im letzten Jahr von beiden Parteien noch einmal bekräftigt worden», sagt Leardini.