Frick

Die Gemeinde Frick verzichtet auf Geschäftsleitung

Auf dem Bild ist das neue Gemeindehaus Frick noch ausgesteckt, die Realisierung ist eine wichtige Aufgabe für den Gemeinderat in der Amtszeit 2014–2017. mf

Auf dem Bild ist das neue Gemeindehaus Frick noch ausgesteckt, die Realisierung ist eine wichtige Aufgabe für den Gemeinderat in der Amtszeit 2014–2017. mf

Der Gemeinderat Frick hat seine Legislaturziele für die Amtsperiode 2014-17 veröffentlicht. Wichtigstes Geschäft ist die Realisierung des neuen Gemeindehaus. Zudem hat der Gemeinderat entschieden, auf das Geschäftsleitungsmodell zu verzichten.

In einer Klausursitzung hat der Fricker Gemeinderat seine Legislaturziele erarbeitet. Dabei strebt er ein qualitatives Wachstum der Gemeinde an, wie es in einer Mitteilung heisst. Als Leitlinien dienen dabei der Zehn-Jahres-Finanzplan und die 41 Ziele, die im Entwicklungskonzept «Frick 2035», das im vergangenen Jahr erstellt und publiziert wurde, festgehalten sind.

Gemeindehaus als Hauptaufgabe

Gewichtigste Zukunftsaufgabe ist für den Gemeinderat das baubewilligungsreife 12-Millionen-Projekt für den Verwaltungsneubau mit anschliessender Integration von Kantons- und Regionalpolizei ins bestehende Gemeindehaus.

Doch es stehen auch weitere Themen im Fokus: Im Bildungsbereich liegt das Hauptaugenmerk nach den Kindergarten-Neubauten nun bei den räumlichen Voraussetzungen für das neue Schulmodell 6/3 mit verlängerter Primar- und verkürzter Oberstufe. Dies nicht zuletzt auch unter Mitberücksichtigung der regionalen Ressourcen und Bedürfnisse.

Weitere Themen im Bereich der öffentlichen Bauten sind der Raumbedarf für Schülermittagstisch und -betreuung, die Renovation der Bezirksschulturnhalle, die Erweiterung des Mehrzweckgebäudes Racht und die längerfristige Strategie für das Freizeitzentrum Vitamare mit Hallen- und Freibad.

«Umgesetzt werden diese Vorhaben nach Dringlichkeit und mit dem Ziel, den seit Jahren unveränderten Steuerfuss auf dem attraktiven Niveau von 99 Prozent zu halten», betont der Gemeinderat weiter. Mit Budgetdisziplin soll zudem erreicht werden, dass die Fremdverschuldung im Rahmen der langfristigen Finanzplanung bleibt.

Am bewährten System festhalten

Die ratsinterne Zusammenarbeit wird gemäss bewährter bisheriger Praxis weitergeführt. Von der Einführung eines Geschäftsleitungsmodells wird abgesehen. «Der Gemeinderat will weiterhin über alle Geschäfte im Bild sein und beim bewährten System bleiben», erklärt Gemeindeschreiber Heinz Schmid auf Anfrage. Bestehendes solle perfektioniert werden.

Die Kompetenzenregelung zwischen Behörde und Verwaltung werde dennoch leicht überarbeitet, dies geschehe aber im Rahmen der Revision des Personalreglements. Verwaltungsintern stehen zudem die Umstellungen auf das neue Rechnungsmodell HRM2 im Vordergrund. Priorität geniessen ausserdem das interne Kontrollsystem IKS und die digitale Geschäftsverwaltung Gever. Zudem soll in den kommenden Jahren auch das Parkierungsreglement überarbeitet werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt in den kommenden vier Jahren auch dem öffentlichen Verkehr, insbesondere dem Ausbau und der Erschliessung des Bahnhofes als regionaler Verkehrsdrehscheibe. Weitergeführt werden auch die Bemühungen zur Steigerung von Attraktivität und Lebensqualität an der Hauptstrasse sowie der Verkehrssicherheit in den Wohngebieten.

Der Lärmproblematik von Schiene und Strasse soll mit einer Gesamtkonzeption begegnet werden. Im Sozialbereich wird der Ausbau des Projektes «Arbeit statt Sozialhilfe» angestrebt. Weiter ist geplant, das Entsorgungskonzept zu überprüfen und dem aktuellen Bedarf anzupassen.

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