Die Gemeinde Mettauertal ist stolz auf ihre «Weltneuheit»

Im Dorfzentrum von Mettau wurde die «Gut-Gemacht-Maschine» in Betrieb genommen.

Hans Christof Wagner
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Nahm die «Weltneuheit» im Mettauertal in Betrieb und ist megastolz auf die Entwicklung: Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal.

Nahm die «Weltneuheit» im Mettauertal in Betrieb und ist megastolz auf die Entwicklung: Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal.

Bild: Hans Christof Wagner

Sich auf die Schulter klopfen zu lassen, ist offenbar ein grosses Bedürfnis der Menschen. Sogar für den Fall, dass dies eine Maschine übernimmt. Jedenfalls war der Andrang gestern in Mettauertal gross, als im Ortsteil Mettau die schweizweit erste Gut-­Gemacht-Maschine in Betrieb genommen wurde.

Eine «Weltneuheit» präsentierte Gemeindepräsident Peter Weber gestern stolz bei der Einweihung der umgenutzten Te­lefonzelle in der Ortsmitte von Mettau. «Wir sind eine jun- ge, innovative und verrückte Gemeinde», sagte er. Der Ge­meindepräsident von Mettauertal hat die Entwicklung auch selbst vorangetrieben. Pflegt er doch einen Spruch, der heisst: «Gut gemacht. Jetzt kannst du dich eine halbe Stunde unter die Schulterklopfmaschine stellen.» Nur existierte diese Maschine eben nicht. Und so stellte man sich in Mettauertal die Frage: Kann man eine solche Maschine bauen? Man konnte, dank des Know-how von Tüftler Beat Wormstetter. Hard- und Software – alles musste für die Weltneuheit eigens entwickelt werden. «42000 Franken haben die Verantwortlichen dafür einsammeln können – 22000 Franken über eine Crowdfunding- Kampagne, weitere 20000 Franken via Sponsoren und Spender», berichtete Weber. 35000 Franken davon seien schon ausgegeben worden.

Corona bremst Filmproduktion aus

Eine Reserve braucht es noch. Denn von den Filmclips, welche die Maschinen-Kunden als Dankeschön für ihre guten Taten zu sehen bekommen, sind erst drei von fünf produziert. Wormstetter: «Da hat Corona den Zeitplan verzögert.» Geplant sind weitere Drehs mit der Theater- und der Musikgesellschaft. Die Person, die sich auf die Schulter klopfen lassen will, tritt in die Kabine und steht vor einem Bildschirm. «Ich war im Homeoffice. Und ich habe wirklich gearbeitet» – so lautet eine der guten Taten, die der Benutzer aus einer Liste aussuchen kann. Er kann aber auch eine ganz individuelle Leistung per Tastatur eingeben. So oder so – die in den Filmchen auftretenden Protagonisten lassen ihn hochleben. Und einen Gutschein für die Gastronomie und den Einzelhandel aus dem Mettauertal gibt es obendrein.

«Mettauertals Gut-Gemacht-­Maschine ist rund um die Uhr, sieben Tage die Woche geöffnet», sagte Weber. Und machte die Kunden selbst ein wenig abspenstig. Appellierte er doch: «Loben Sie selbst auch mehr und teilen Sie die Freude mit dem Gelobten darüber.»

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