Herzberg
Die morsche Linde in Herzberg ist jetzt ein Kunstwerk

Es ist unübersehbar: Oberhalb des Staffeleggpasses, auf der Hangwiese vor dem wegen seiner Aktivitäten weitherum bekannten «Haus für Bildung und Begegnung», zieht ein bunt eingewickelter Baum spontan alle Blicke auf sich.

Heinz Fröhlich
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Lindenbaum künstlerisch mit Wolle eingehüllt.

Lindenbaum künstlerisch mit Wolle eingehüllt.

hf

Es ist eine Linde, die der Küttiger Hobbykünstler Lorenz Hossli mit einer ungewöhnlichen Idee vor dem Umsägen gerettet hat. Der vor etwa 75 Jahren gepflanzte Baum sei morsch und auch hohl gewesen, erzählt die Herzberg-Leiterin Margrit Bühler. Deshalb nicht ungefährlich. Oft hätten Kinder um ihn gespielt. Die den Baum rettende Idee: Hossli, der mehrere Jahre Hauswart des Herzberger Bildungsstätte gewesen ist und auch künstlerisch arbeitet, skulptierte den Lindenbaum zum Kunstwerk. Sein dicker Stamm und seine gekürzten Äste sind jetzt mit bunt gefärbter, fingerdick zusammengedrehter Wolle umgarnt. Insgesamt seien es etwa
33 Kilo, schätzt der Baumskulpteur. Um den zum Herzberger Kulturpfad zählenden Baum so künstlerisch zu umgarnen, sei zudem viel Zeit nötig gewesen, erzählt der Baumretter.

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