Laufenburg

Die Stadt will ein Marketingkonzept um attraktiver zu werden

Laufenburg ist mit seiner historischen Altstadt attraktiv für Besucher.

Laufenburg ist mit seiner historischen Altstadt attraktiv für Besucher.

Studenten gaben Inputs für die touristische Positionierung der Stadt – nun sollen die ersten Massnahmen umgesetzt werden.

Eine Aussensicht von Fachleuten erhalten und Anregungen bekommen: Diese Zielsetzung verfolgte der Jurapark Aargau in seiner Zusammenarbeit mit der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden. Die Studenten waren im Herbst eine Woche im Fricktal zu Gast – und behandelten anschliessend verschiedene Themen und Fragestellungen in Seminararbeiten.

Dabei ging es unter anderem um die Frage nach einem möglichen Standort für ein Parkzentrum im Jurapark oder das künftige ­Angebotsportfolio.

Hochzeitstourismus als mögliche Nische

Eine Studienarbeit wurde überdies von der Stadt Laufenburg beziehungsweise dem Laufenburger Tourist Office in Auftrag gegeben. Im Zentrum stand dabei ein Konzept zur Positionierung der Stadt Laufenburg als Kulturhauptstadt im Jurapark. Mittlerweile liegt die Arbeit vor.

«Die momentane Positionierung als Kulturstadt ist gut gewählt», halten die Studenten in ihrer Arbeit fest und schreiben weiter, «dass Laufenburg grosses Potenzial hat, sich auch im Bereich des Hochzeitstourismus zu positionieren.» Ins­besondere das Haus am Schlossberg, in dem derzeit das ­regionale Zivilstandsamt, Wohnungen und Gästezimmer realisiert werden, bietet laut den angehenden Touristikern die Möglichkeit, in die Nische Hochzeitstourismus einzu­steigen.

Laufenburg verfüge über eine gute Infrastruktur im Bereich Kultur und über einen spannenden historischen Hintergrund, so die Studierenden weiter. Derzeit fehle aber ein eigenes Marketingkonzept mit einer definierten Strategie zur Vermarktung der Stadt. Ein ­solches Konzept ist denn auch einer der Punkte, welches die Studierenden als weitere Schritte in einem Massnahmenplan vorschlagen. Dabei gelte es insbesondere auch, die Social-­Media-Plattformen «gezielt und professionell» einzusetzen.

Pilotversuch mit QR-Codes bei Sehenswürdigkeiten

Weiter schlagen die Studenten etwa QR-Codes bei Sehenswürdigkeiten oder an viel besuchten Orten vor, über die via Smartphone fundiertes Wissen direkt und aktuell an die Touristen vermittelt werden könnte. Auch die Zusammenarbeit mit der badischen Schwesterstadt könnte nach Ansicht der Studierenden noch weiter vertieft werden.

Wie der zuständige Gemeinderat und Vizeammann Meinrad Schraner sagt, will die Stadt nun gemeinsam mit dem ­Tourist-Office besprechen, wie die vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden sollen. Die Arbeit der Studenten sei «sehr wertvoll» so Schraner. Es sei «eine sehr ernsthafte Absicht der Stadt», ein Marketingkonzept zu erstellen, so der Vize­ammann.

Zur Ausgestaltung und zu allfälligen Kosten könne man aber aktuell noch nichts sagen. Konkret verfolge die Stadt auch die Idee mit den QR-Codes. «Es ist an zwei, drei interessanten Orten ein Pilotversuch geplant, damit wir sehen, wie sie genutzt werden und wie die Gäste darauf reagieren», so Schraner.

Über die Tatsache, dass auch die Studenten zur Überzeugung gelangt sind, dass der Hochzeitstourismus in Laufenburg Entwicklungspotenzial hat, ist Schraner «sehr froh», wie er sagt. «Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Marktsegment das Profil von Laufenburg erweitern und schärfen können», betont er.

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