Wahlen 2020

Ein bodenständiger Grossrat: Christoph Riner kämpft für die Gemeinden und Regionen

Christoph Riner begrüsst Christoph Blocher an einem Anlass der SVP Bezirk Laufenburg in Gipf-Oberfrick.

Christoph Riner begrüsst Christoph Blocher an einem Anlass der SVP Bezirk Laufenburg in Gipf-Oberfrick.

Der Zeihner SVP-Grossrat macht sich im Grossen Rat für die ländlichen und kleinen Gemeinden stark. Das will er auch in der neuen Amtsperiode.

Für die Anliegen der kleinen Gemeinden und der Regionen kämpft er unermüdlich: Christoph Riner. Seit elf Jahren sitzt der Zeiher für die SVP im Grossen Rat – und er hat noch lange nicht genug. Er werde gerne wieder kandidieren, sagt er und fügt an: «Sofern mich der Nominationsparteitag der SVP des Bezirks wieder nominiert.» Daran besteht kein Zweifel, denn Riner hat sich über die Region und die Parteigrenzen hinweg einen Namen als ruhiger, versierter, sachlicher und konsensorientierter Politiker gemacht.

Seinen grössten Kampf in der laufenden Legislatur, jenen gegen den neuen Aargauer Finanzausgleich, haben er und seine Mitstreiter – vorab aus ländlichen Regionen – im Februar 2017 zwar mit 57,51 Prozent verloren. Und dennoch: Der Widerstand hat sich für Riner und die Finanzausgleichsgegner gleichwohl gelohnt. «Ich konnte mich vorgängig für Verbesserungen für ländliche Gemeinden starkmachen.»

Niederlagen, das weiss Riner, gehören zum demokratischen System dazu. Wenn man politisiere, verliere man auch öfters, sei es bei Abstimmungen, bei den Debatten im Grossen Rat und auch in den Kommissionssitzungen. «Aber oft bleibt auch etwas Positives in einer Niederlage hängen.» So etwa, wenn kritisierte Punkte in kommenden Geschäften berücksichtigt werden.

Immer wieder auf Anliegen aufmerksam machen

Riner und das Fricktal, das passt perfekt. Er habe die Region und die Menschen, die hier leben, eben gerne, sagt er und deshalb ist es für ihn selbstverständlich, sich in Aarau für die Bedürfnisse der ländlichen Region – und für alle peripheren Regionen – stark zu machen. «Man muss immer wieder aufzeigen, dass der Aargau nur der Aargau ist, dank den verschiedenen Regionen, grossen und kleinen Gemeinden.»

Das Fricktal, eine «attraktive Region mit bodenständigen Menschen und lebendigen Gemeinden», wie Riner sagt, werde in Aarau durchaus wahrgenommen. «Wir können sehr wohl auf unsere Anliegen aufmerksam machen», ist er überzeugt. Trotzdem müsse man immer wieder dafür einstehen und kämpfen, damit dies so bleibe.

«Dies ist schon ein Unterschied zu den Zentrumsregionen mit vielen Einwohnern», bilanziert der 42-Jährige. «Würden wir nicht immer wieder auf unsere Anliegen aufmerksam machen und nach Lösungen streben, bestünde die Gefahr, vergessen zu werden.» Riner wünscht sich, dass Grosser Rat und Regierung noch vermehrt auf die Bedürfnisse der Regionen achten.

Gerade die laufende Legislatur, die Riner trotz teilweise wenig Sitzungen als intensiv bezeichnet, habe einmal mehr gezeigt, dass die Gemeinden abseits des Speckgürtels zusammenstehen müssen. «Dies nicht nur im medialen Rampenlicht, sondern auch in zahlreichen Gesprächen und (Kommissions-)Sitzungen mit Grossratskolleginnen und -kollegen, Regierungsräten und der kantonalen Verwaltung.» Nur mit Engagement auch ausserhalb der Grossratssitzungen könne man auf die Sorgen, Probleme und Bedürfnisse des Fricktals aufmerksam machen und nach Lösungen suchen.

Parteiübergreifende Zusammenarbeit ist wichtig

Es braucht aber auch die parteiübergreifende Zusammenarbeit der Fricktaler Grossräte. Diese funktioniere gut bis sehr gut, sagen die Fricktaler Grossräte in einer AZ-Umfrage. Den Zusammenhalt in regionalen Fragen erachtet auch Riner als «äusserst positiv». Es spiele dabei keine Rolle, ob man im Bezirk Laufenburg oder im Bezirk Rheinfelden wohne, in einer eher kleineren oder grösseren Gemeinde lebe oder welcher Partei man angehöre.

Positive Beispiele, in denen das Schliessen der Reihen über die Parteigrenzen hinweg funktioniert und gefruchtet hat, sind für Riner das Gesundheitszentrum Fricktal oder der Erhalt des Berufsbildungszentrums Fricktal. «Ich wünsche mir, dass dies auch in der kommenden Legislatur so bleibt», sagt Riner. Denn: «Zusammenhalt mach das Fricktal aus und stark.»

Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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