Mettauertal
Ein gutes Geschäftsjahr für die Raiffeisenbank – mit der Digitalisierung wird Schritt gehalten

Die Raiffeisenbank Mettauertal lud zu ihrer 111. Generalversammlung und blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Die Kundeneinlagen stiegen im letzten Jahr fast rekordverdächtig.

Ingrid Arndt
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Der alte und neue Verwaltungsrat: Präsident Stefan á Porta, Vizepräsident Roger Erdin, Aktuarin Karin Kenel, Mitglieder Adrian Bürki, Marcel Christen, Andreas Rothacher sowie Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung (von links).

Der alte und neue Verwaltungsrat: Präsident Stefan á Porta, Vizepräsident Roger Erdin, Aktuarin Karin Kenel, Mitglieder Adrian Bürki, Marcel Christen, Andreas Rothacher sowie Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung (von links).

Ingrid Arndt

«Die Raiffeisenbank Mettauertal kann auf ein gutes Jahresergebnis zurückblicken», sagte Verwaltungsratspräsident Stefan á Porta zum Geschäftsjahr. «Obwohl leider auch das unerfreuliche Strafverfahren gegen den ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, Pierin Vincenz, die Marke, die für Vertrauen und Ehrlichkeit steht, beschädigt hat.»

Durch Transparenz und vollumfängliche Aufklärung werde man Verloren gegangenes zurückholen.

Er versicherte, dass weder ihre Kundengelder noch andere Geschäftsfelder betroffen seien. Dann richtete er seinen Blick in die Zukunft. «Die Bank ist in allen Bereichen gut aufgestellt und erfolgreich.» Doch angesichts der Digitalisierung sowie des steigenden Wettbewerbsdruckes gelte es als unabdingbar, mit der Entwicklung Schritt zu halten.

Das bedeute, die Effizienz weiter zu steigern und neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Für eine kleine Bank sei das alleine kaum zu bewältigen. Deshalb werden Gespräche mit den Raiffeisenbanken im Oberen Fricktal geführt mit dem Hauptziel, den Bankenstandort Mettauertal zu sichern.

Dazu sei es erforderlich, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, als kompetenter Partner für Finanzdienstleistungen auch digitale Bedürfnisse der Kunden abzudecken sowie ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Der Verwaltungsrat wird sich intensiv diesen Themen widmen.

Anhand detaillierter Ausführungen zeigte Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung, die Ergebnisse der Jahresrechnung. Bei einem sehr gesunden Wachstum im Kerngeschäft konnte ein Jahresgewinn von 302 000 Franken erzielt werden. Und das trotz der anhaltenden Niedrigzinsen und des um 3,3 Prozent tieferen Zinsgeschäfts gegenüber dem Vorjahr.

Enormer Einsatz aller

Dafür stiegen fast rekordverdächtig die Kundeneinlagen um 6,2 Prozent. Ein enorm hoher Vertrauensbeweis. Die Sicherheiten wurden durch erhöhte Eigenmittel um 4,1 Prozent gestärkt, Ausleihungen erhöht bei solider Kredit- und Schuldenbonität.

Die Dividenden der Genossenschaftsanteile bleiben bei 6 Prozent. Urs Obrist unterstrich, dass diese Ergebnisse durch den enormen Einsatz aller Mitarbeiter sowie der Verstärkung der Automatisierung bei stabilen Kosten und gleichen Personaleinheiten erzielt werden konnten.

Die Prüfung der Revisionsstelle ergab eine einwandfreie Geschäftstätigkeit. Die Beschlussfassung der Jahresversammlung leitete Gemeindepräsident Mettauertal, Peter Weber. Einstimmig wurden Jahresrechnung, Verzinsung der Anteilsscheine und die Entlastung der Organe bestätigt.

Da sich der gesamte Verwaltungsrat zur Wiederwahl stellte, gab es 100-prozentige Zustimmung für Stefan á Porta als Verwaltungsratspräsidenten, Roger Erdin als Vizepräsidenten, Karin Kenel als Aktuarin sowie für die Verwaltungsratsmitglieder Adrian Bürki, Marcel Christen und Andreas Rothacher.

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