Laufenburg
«Ein kleines, ökumenisches Gotteshaus»

Die neue Hauskappelle im Alterszentrum «Klostermatte» wurde am Samstag vom katholischen Pfarrer Kurt Ruef und seinem evangelischen Kollegen Norbert Plumhof eingesegnet.

Dieter Deiss
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Die Pfarrherren Kurt Ruef (links) und Norbert Plumhof weihten die Kapelle ein.

Die Pfarrherren Kurt Ruef (links) und Norbert Plumhof weihten die Kapelle ein.

Dieter Deiss

Wer in den vergangenen drei Wochen am Dienstagnachmittag den traditionellen Gottesdienst im Alterszentrum «Klostermatte» in Laufenburg besuchen wollte, stand vor verschlossenen Türen. Die Kapelle wurde nämlich im Rahmen der laufenden Sanierungs- und Erweiterungsbauten vom bisherigen Standort direkt bei der Cafeteria ins Untergeschoss der soeben fertiggestellten Demenzabteilung verlegt.

Am Samstag war es dann soweit. Mit einer schlichten Feier wurde in Anwesenheit zahlreicher Gäste die neue Kapelle ihrer Bestimmung beziehungsweise den Pfarrherren der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden übergeben. Der katholische Priester Kurt Ruef dankte in seiner Begrüssung dafür, dass die christlichen Kirchen auch im umgebauten Alterszentrum wiederum einen Ort des Gebets und der Stille erhalten hätten. Im Auftrag von Bischof Felix Gmür oblag ihm die Einsegnung des neuen Andachtsraums. Diesen bezeichnete der evangelische Pfarrer Norbert Plumhof als ein «kleines, ökumenisches Gotteshaus».

Gemäss Programm hätte mit dem katholischen Pfarrer Max Zumsteg noch ein dritter Geistlicher mitwirken sollen. Dieser lebte seit mehreren Jahren im Laufenburger Alterszentrum, war dann aber in der Nacht vor der Einweihung in hohem Alter verstorben. An dessen Stelle las Theologe Otto Gemperle, Freund von Max Zumsteg, Worte des Verstorbenen vor. Der blinde Pfarrer Max Zumsteg hatte wohl in Vorahnung um seinen Tod, seinem langjährigen Freund eindrückliche, gottesfürchtige, aber auch immer wieder mit leisem Schalk durchzogene Worte zur Einweihung diktiert.

Kunstwerk gezügelt

Zentrumsleiter Heinz Stucki freute sich besonders über die gelungene Züglete des 1988 vom Laufenburger Erwin Rehmann geschaffenen künstlerischen Schmucks von der alten zur neuen Kapelle. Der sichtlich erfreute Künstler Erwin Rehmann dankte dafür, dass man sein Werk aus dem Jahre 1988 auch heute noch ernst nimmt. Die Metallplastik musste den neuen Räumlichkeiten etwas angepasst werden, was unter Mithilfe des ebenfalls unter den Gästen weilenden Bildhauers Daniel Waldner bestens gelungen sei. Im Zentrum der Plastik stehe das Kreuz, jedoch nicht das Kreuz als grosses Leiden, sondern ein Kreuz als strahlender Mittelpunkt.

Die Verlegung der Kapelle war nötig geworden, weil der dortige Raum benötigt wird für die Vergrösserung der Cafeteria. Die neue Kapelle im Untergeschoss ist durch eine Faltwand getrennt vom ebenfalls neuen Aktivierungsraum. Im Boden eingelegt sind Induktionsschlaufen für Leute mit Hörgeräten. Direkt neben diesen Räumen befindet sich ein Schulungsraum mit einer sogenannten Aktivierungsküche. Dank einem separaten Zugang können inskünftig einzelne Räume auch an Dritte vermietet werden.