Rheinfelden

Ein Verwaltungsgebäude für das Fricktal wie Schlagrahm auf der Torte

Das neue Kompetenzzentrum für Sicherheit und Justiz ist im Beisein von Landammann Urs Hofmann und Finanzdirektor Roland Brogli eingeweiht worden – Staatsanwaltschaft, Zivilschutz und zwei Polizeikorps arbeiten künftig unter einem Dach.

Von einem «Meilenstein» für den Kanton Aargau und das Fricktal spricht Rheinfeldens Stadtammann Franco Mazzi zu Beginn der Feierstunde am Samstagvormittag. Die fusionierten Staatsanwaltschaften Rheinfelden und Laufenburg fanden ebenso eine neue Bleibe mit modernster Infrastruktur wie die Kantons- und Regionalpolizei sowie der Zivilschutz unteres Fricktal. Vier für die Bevölkerung wichtige Organisationseinheiten sind also im regionalen Sicherheitszentrum an verkehrsgünstiger Lage an der Riburgerstrasse vereint.

Schusssicher verglaste Schalter

Die Rede ist nicht nur von einem «Zweckbau», sondern auch von einem «beispielhaften Sicherheitskonzept», das öffentlich zugängliche und interne Sektoren klar trennt. Dies beinhaltet beispielsweise schusssicher verglaste Schalter und einwurfsichere Fensterfronten sowie eine im Untergeschoss angelegte Einstellhalle für die Patrouillenfahrzeuge der Polizeien.

Das Objekt kostete total rund 12 Millionen Franken, wobei die Ortsbürgergemeinde als Eigentümerin für den Grundausbau rund 7,6 Millionen Franken bereitstellte, die weiteren Kosten entfielen auf den sogenannten Mieterausbau. Regierungsrat und Finanzdirektor Roland Brogli freut sich in seiner Ansprache über das «Kompetenzzentrum für Sicherheit und Justiz» mit rund 75 Arbeitsplätzen.

Er sieht darin ein «Pionierprojekt» für künftige Bauvorhaben im Kanton Aargau und angesichts der Landreserven auch eine «Zukunftsfähigkeit». Seine Erkenntnis: «Die Flexibilität des Komplexes ist der Schlagrahm auf der Torte, vielleicht lässt sich eines Tages auch noch das Gericht integrieren», riet Brogli zur Nutzung von Synergieeffekten.

Noch eine Bitte um Verständnis

Der Aargauer Landammann Urs Hofmann, Chef des Departements Volkswirtschaft und Inneres, lobt die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Stadt bei der Verwirklichung des Projekts. «Die kurzen Wege vereinfachen und festigen die Koordination dieser für die Sicherheit im Fricktal wichtigen Institutionen.» Gerade in Zeiten knapper Finanzen liessen sich Doppelspurigkeiten vermeiden.

Der Regierungsrat habe sich aus praktischen Gründen für den Standort Rheinfelden und dieses Gebäude entschieden, hält Hofmann fest. «Die Statistik hat gezeigt, dass der Schwerpunkt der Tätigkeit der Staatsanwaltschaft im Fricktal in der Region Rheinfelden liegt», wirbt er nochmals um Verständnis der Laufenburger, denen im Zuge der Reform das Bezirksamt verloren ging.

In seinem Schlusswort an der Feier wirft Stadtammann Franco Mazzi die Frage auf: «Was wäre solch ein markantes Gebäude ohne Kunst am Bau?» Also habe die Ortsbürgergemeinde entschieden, beim bekannten deutschen Holzbildhauer Andreas Kuhnlein die aus dem Stamm einer Eiche zu schaffende Skulptur «Justitia» in Auftrag zu geben.

Die traditionelle Enthüllung erledigten dann unter dem Beifall der geladenen Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die beiden Regierungsräte, Mazzi, Andreas Grossen vom Planungsbüro und der Künstler selbst. Später hatte die Bevölkerung Gelegenheit, am Tag der offenen Türen das neue Verwaltungsgebäude und die darin beheimateten Institutionen kennenzulernen.

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