Laufenburg
Eine leblose Frau erhebt sich und beginnt zu sprechen

Das 25. Stück von Theater Wiwa ist kein konventioneller Bühnenkrimi: Die Toten stehen plötzlich auf und sprechen, die Zuschauer werden eingeladen zum miträtseln und hinter dem Namen der Autorin verstecken sich drei verschiedene Personen.

Peter Schütz
Drucken
«Und dann war es dunkel» rüttelt mit teils aggressiven Szenen auf.

«Und dann war es dunkel» rüttelt mit teils aggressiven Szenen auf.

Peter Schütz

«Schatz, ich bin es, hallo.» Mit diesem Satz beginnt das Jubiläumsstück «Und dann war es dunkel» vom Theater Wiwa in der «Kultschüür» in Laufenburg. Der Mann, der die Begrüssung ausspricht, muss jedoch feststellen, dass sein Schatz Emily Rosalia von Arx leblos auf dem Sofa liegt – offensichtlich Opfer eines Verbrechens, worauf eine Pistole hinweist. Vom Täter fehlt jede Spur. Nacheinander betreten mehrere Personen den Tatort, zuletzt sogar ein Kriminalkommissar.

Da geschieht etwas Unerwartetes: Die leblose Frau erhebt sich und beginnt zu sprechen. Die Tote erzählt über sich und wie das so war, früher, als sie noch gelebt hat.

Wer findet den Mörder?

Jetzt ist klar: «Und dann war es dunkel» ist kein konventioneller Bühnenkrimi. Das Stück beginnt zwar mit der Feststellung einer Tat, doch danach laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab. Die Zuschauer befinden sich in einer Handlung, deren Vorgeschichte sie nicht kennen. Sie werden zum Mitraten aufgefordert: Wer kann den Mörder, die Mörderin herausfinden?

«Und dann war es dunkel» ist das 25. Stück und dazu noch eine Eigenproduktion des Theater Wiwa, das seit 2003 besteht. Entstanden ist es aus Ideen und Improvisationen des Ensembles.

Als Autor wird Fabienne M. Schweizer aufgeführt. Dahinter verbirgt sich ein Team: Fabienne Müller, Martin Willi (das M in der Mitte) und Nathalie Schweizer. Die Grundidee stammt von Müller und Schweizer. Willi hat das Stück schliesslich inszeniert.

«Ausgangspunkt war, dass alle Personen miteinander verstrickt sind, dann haben wir wild improvisiert», sagt Willi. Die Improvisationen zogen sich über zehn Abende hin, danach folgten die Proben.

Noch etwas ist besonders am Stück: Es handelt in Laufenburg. Und die Schauspieler spielen die Person, die sie sich selber ausgedacht haben. «Vom Aufwand her ist es natürlich grösser als bei einem fertigen Theaterstück», erklärt Willi. «Aber so hatte jeder die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen.»

Mehrere dubiose Verdächtige

Diese eigenen Ideen manifestieren sich in dubiosen Gestalten wie dem schizophrenen Frank A. Meisgeier, dem Stalker Andreas Aeschbacher und dem um sein Erbe betrogenen Halbbruder Karl.

Sie alle scheinen einen Grund zu haben, Emily Rosalia von Arx umzubringen. Und welche Rollen spielen die anderen Personen in diesem Spiel der Wahr- und Unwahrheiten? Das alles kann ab dem 31. Oktober herausgefunden werden. Dann feiert «Und dann war es dunkel» Premiere. Zehn Aufführungen sind bis 4. Dezember geplant.

«Und dann war es dunkel» des Theaters Wiwa in der Kultschüür Laufenburg: Premiere ist am Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr. Weitere Aufführungen am 6., 7., 11., 14., 20., 21. November und 4. Dezember, jeweils 20 Uhr sowie am 15. November um 17 Uhr und am 29. November um 10 Uhr. Weitere Informationen und Platzreservationen unter www.theaterwiwa.ch oder telefonisch 062 874 22 46.

Aktuelle Nachrichten