Frick
Eine Stimmung zum Träumen

Adventskonzert des Jugendorchesters und der Streicherensembles der Musikschule.

Ingrid Arndt
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Schüler und Lehrer der Musikschule Frick beim besinnlichen Adventskonzert.

Schüler und Lehrer der Musikschule Frick beim besinnlichen Adventskonzert.

Ingrid Arndt

Stimmungsvoll und zum Hinträumen auf das kommende Fest verzauberten die Streicherensembles sowie das Jugendorchester der Musikschule Frick mit einem ausgesucht schönen Adventskonzert ihr Publikum in der römisch-katholischen Kirche Frick. Es stand ganz im Zeichen von «zäme musiziere» von Instrumentalschülern und Lehrpersonen. Mal waren die Schüler die Solisten und die Lehrer begleiteten sie äusserst zurückhaltend und einfühlsam, mal war es eben umgekehrt.

So meisterte die 10-jährige Helena beeindruckend glanzvoll auf ihrer Violine ein Stück aus der Sonate Nr. 3 d-Moll vom venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi (1678–1741) und begeisterte mit einem schwungvoll geführten Geigenbogen. Dezent im Hintergrund dazu der bekannte Lehrer und Musiker Thomas Ragossnig am Cembalo.

Ragossnig wiederum faszinierte beim Brandenburgischen Konzert Nr. 3 von Johann Sebastian Bach (1685–1750), dargeboten vom Jugendorchester, mit einem hinreissenden Solo am Cembalo, bei dem er die Melodien übermütig jauchzend tanzen liess. Höfisch virtuos das Orchester, warm im Klang mit aussergewöhnlichen Passagen, zärtlich innig das Trio für Flöte, Geige und Cembalo.

Jazzig, rockig, klassisch

Bravourös stellten auch die Kleinsten der Streicherensembles ihr Können unter Beweis. Lebhaft munter liessen sie die Mücken fliegen, spielten bekannte Weihnachtslieder, konnten aber durchaus auch rockig sein. Das Ensemble ArcoBaleno schwebte mit dem «Steppenwolf – Magic Carpet Ride» auf einer Wolke von Klängen durch Raum und Zeit hin zu den Sternen. Die beiden Jugendlichen Andreas und Caspar boten sehr lüpfig und schon etwas jazzig das Andante aus der Sonate a-Moll von Giuseppe Sammartini (1695–1750). Einfallsreich melodisch und hell jubilierend die Ouverture D-Dur sowie das Andante D-Dur aus dem Konzert für Flöte, Oboe und Violine, beides vom Barockkomponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767), frisch jubilierend und fanfarengleich aufgespielt vom Jugendorchester. Mal munter und aufgeweckt, dann wieder klassisch. Festlich schillernd dahinperlend das Concerto grosso g-Moll Nr. 8 von Arcangelo Corelli (1653–1713), dem sogenannten Weihnachtskonzert mit häufig wechselndem Tempo und kurzen Motiven.

Die Zuhörer bedankten sich für dieses herrliche Konzert bei den 50 Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen mit viel Applaus.

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