Jugendtreffpunkt
Eine Treff-«Box» für die Dorfjugend

Jugendkommission und Jugendliche richten den Aufenthaltscontainer beim Boll her. Jetzt haben sie endlich den langersehnten Aufenthaltsort für sich

Susanne Hörth
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Eine Treff-«Box» für die Dorfjugend

Eine Treff-«Box» für die Dorfjugend

Es ist mehr als bloss ein ausgedienter Bau-Container, der da seit Mitte vergangener Woche beim Boll in Kaisten steht. Die «Box» mit den Massen 7 auf 4 Metern ist ein lang gehegter Wunsch der Dorfjugend nach einem witterungsgeschützten Aufenthaltsort. Das Anliegen wurde von der Jugendkommission unter Präsident Josef Amsler ernst genommen. Bevor der künftige Treffpunkt bezogen werden kann, gibt es einiges zu tun. «Packen wir es an». Ganz unter diesem Motto stand der zurückliegende Samstag. Juko-Präsident und Gemeindeammann Josef Amsler, Rendez-vous-Präsident Daniel Müller, zahlreiche Jugendliche und einige weitere Erwachsene hatten sich zu einem Arbeitstreffen beim Boll eingefunden. Weil die feuchte Witterung das Abschleifen der Container-Aussenwände nicht zuliess, stand unter anderem das Grundieren der nahen Graffitiwände auf dem Programm.

Am Ende des samstäglichen Einsatzes war Josef Amsler und Daniel die Freude über die Motivation der Jugendlichen deutlich anzumerken. «Einer von ihnen fragte, ob wir Schaufel und Besen deponieren können, damit sie im Container regelmässig wischen können», so Josef Amsler. Daniel Müller ergänzte: «Es wurde festgestellt, dass noch ein Hüttenwart fehlt. Ein Jugendlicher stellte sich für dieses Amt gleich zur Verfügung.» Es ist Sinn der Sache, dass die jungen Leute die Verantwortung für ihre Box tragen. Natürlich wird es vonseiten der Erwachsenen regelmässig unangemeldete Kontrollbesuche geben, auch die Regionalpolizei wird von Zeit zu Zeit an die Box-Türe anklopfen. Letztlich bestimmen die Jugendlichen selbst, ob das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt ist. Die «Box»-Regeln sind definiert und den Jugendlichen bekannt.

Weitere Arbeitseinsätze

In den nächsten Tagen werden unter anderem eine Stromleitung in den Raum und vor dessen Eingangstüre Betonplatten verlegt. Arbeit gibt es auch noch für die Jugendkommission beziehungsweise die Jugendlichen. Für die nächsten beiden Samstage sind weitere Einsätze geplant. Der Container soll abgeschliffen und in Orange gestrichen werden.

Auf die Gesamtkosten angesprochen, beziffert Josef Amsler diese auf rund 4000 Franken. Dabei sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Rundumarbeiten mit einberechnet. Auf eigene Kosten hat die Erne AG in Laufenburg morsche Teile ausgewechselt sowie neue Fenster eingesetzt. Rund eineinhalb Jahre hat das Projekt Container von der Wunschäusserung bis hin zum Aufstellen der «Box» gedauert. Dazwischen liegen verschiedenste Gespräche, Baueingabe, die Verhandlung einer daraufhin eingegangenen Einsprache und die Suche nach dem geeigneten, im Kostenrahmen befindlichen Containers. Das ganze Prozedere haben die Jugendlichen aktiv miterlebt.

«Offiziell eingeweiht wird die Box dann am 30. Oktober», erklärt Daniel Müller. Ab November ist der Treff dann für die Kaister Jugend geöffnet. Die Zufriedenheit über diesen Ort des Seindürfens war den jungen Leuten am Samstag deutlich anzusehen.

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