Herznach
Der Start der neuen Metzgerei ist gelungen – der Renner sind die hausgemachten Burger

Markus und Urs Müller haben im Dezember 2020 die frühere Metzgerei Gasser übernommen. Jetzt, nach zehn Wochen Betrieb, sind sie mit Umsatz und Kundenfrequenz grossteils zufrieden. Aber sie sehen noch mehr Potenzial in ihrer neuen Niederlassung im Staffeleggtal.

Hans Christof Wagner
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Das Team der Metzgerei Müller aus Stein freut sich über den gelungenen Start in Herznach.

Das Team der Metzgerei Müller aus Stein freut sich über den gelungenen Start in Herznach.

Hans Christof Wagner (8. Dezember 2020)

Am 11. Dezember haben die Brüder Markus und Urs Müller aus Stein ihre Metzgereifiliale in Herznach eröffnet. Jetzt ziehen sie eine positive Bilanz. Das Geschäft sei «sehr gut angelaufen, die Umsätze stimmen». Markus Müller sagt:

«Herznach hat nur darauf gewartet, dass es wieder einen Metzger im Dorf gibt.»

Am 1. August 2020 hatte die frühere Metzgerei Gasser in Herznach zum letzten Mal geöffnet. Die Domestica Immobilien AG kaufte die Liegenschaft und gewann die Müller-Brüder für deren Weiterbetrieb. Die Steiner Metzger sahen eine Filiale als Möglichkeit, das durch Corona weggebrochene Cateringgeschäft auszugleichen und die Schlachtungs- und Verarbeitungsanlagen in Stein besser auszulasten. Eine umsatzabhängige Miete sollte das unternehmerische Risiko in Grenzen halten.

Markus Müller äussert sich zufrieden, räumt aber ein, dass sich «das Angebot noch stärker herumsprechen muss». Im Angebot sind neben Fleisch und Wurst auch Käse, Fisch, Backwaren und Produkte aus dem Jurapark Aargau.

Neugestaltung von Hausfassade und Vorplatz im Frühjahr

Domestica hatte den Steiner Metzger-Brüdern die Herznacher Filiale modernisiert übergeben. Im Frühjahr sollen die Hausfassade und der Vorplatz neu gestaltet werden, kündigt Müller an. Der bilanziert: «Auch das Herznacher Team hat sich inzwischen gut eingespielt und manchmal machen sie sogar schon mehr Umsatz, als wir in Stein.»

Das kann Filialleiter Sefedin Kurto, der mit Roger Amsler und Bettina Zeller das Herznacher Team bildet, bestätigen. Kurto:

«Schon das gute Weihnachtsgeschäft mit 160 Bestellungen, hauptsächlich Fondue chinoise, hat uns überrascht.»

Auch Januar und Februar seien besser gelaufen als erwartet. Zwar hätten manche alte Gasser-Kunden den gewohnten Produkten und Gewürzen anfangs nachgetrauert, doch das habe sich schnell gelegt, berichtet Kurto. Jetzt stammt nach Angaben des Herznacher Filialleiters das Gros der Kunden aus dem Dorf selbst. Die Laufkundschaft komme meist gegen Abend, um auf dem Nachhauseweg noch etwas mitzunehmen. Auf die Laufkundschaft hatten es die Gebrüder Müller besonders abgesehen – die Herznacher Filiale liegt verkehrsgünstig an der Staffeleggstrasse und verfügt über fünf Parkplätze direkt vor dem Laden.

«Im Schnitt werden morgens 25 Sandwiches verkauft, da hat es noch Luft nach oben», so Kurto. Über das Mittagsgeschäft äussert er sich zufrieden. Renner sei der immer donnerstags angebotene hausgemachte Burger. Rund 20 Mal sei der allwöchentlich verlangt worden.

Mittagsgerichte zum Mitnehmen soll es in der Herznacher Filiale aber nicht mehr allzu lange geben – womöglich nur noch den März über. Kurto:

«Sobald die Restaurants im Aargau wieder öffnen dürfen, werden wir keine Mittagsgerichte mehr anbieten. Wir wollen der regionalen Gastronomie keine Konkurrenz machen.»

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