Oeschgen

Eltern kritisieren Gemeinderat: Sie fordern eine Lösung für mehr Schulraum

Der Oeschger Schule geht langsam der Platz aus.

Der Oeschger Schule geht langsam der Platz aus.

Das Ausbleiben einer Lösung in Sachen Schulraumplanung stösst in Oeschgen vielen Eltern sauer auf. Eine Gruppe hat sich nun zusammengetan und auf petitio.ch – der Petitionsplattform der «Aargauer Zeitung» – eine Petition lanciert. In dieser fordern 245 Personen den Gemeinderat auf, eine Lösung für die Schulraumplanung bis Ende September anlässlich einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung zu traktandieren, denn «nur wenn unsere Kinder weiterhin in Oeschgen zur Schule gehen können, stellen wir sicher, dass wir ein gut funktionierendes Dorf mit hoher Lebensqualität sein werden», so die Petitionäre.

«Unser Vertrauen in den Gemeinderat hat in der letzten Zeit stark gelitten», heisst es vonseiten der Petitionsinitianten. So hatte der Gemeinderat bereits im November 2018 vom Souverän den Auftrag bekommen – auch wegen eines sprunghaften Anstiegs der Altersklasse von 0 bis 4 Jahre –, mit einem Kredit von 150'000 Franken ein Variantenstudium mit mehreren Möglichkeiten für die Schulraumerweiterung zu prüfen. Einen entsprechenden Antrag sollte der Gemeinderat dem Souverän dann an der nächsten «Gmeind» im Frühjahr 2019 unterbreiten. Dies tat er aber bis heute nicht.

Marschhalt eingelegt

Noch während die Sammlung der Unterschriften für die Petition lief, reagierten Gemeinderat und Schulpflege mit einem gemeinsam verfassten Schreiben an die Bevölkerung. In diesem heisst es, dass die Schulraumplanungskommission bis Ende Oktober 2019 die Grundlagen für den Studienauftrag erarbeitet hat. Im November 2019 sei aber dann an «Gmeind» die Prüfung einer Fusion mit einer Nachbargemeinde – ohne Überweisungsantrag – angeregt worden. «Der Gemeinderat hat in der Folge einen Marschhalt eingelegt, um darüber zu beraten, wie dieses Anliegen behandelt werden soll und welche Auswirkungen dies auf die Schulraumplanung haben könnte», heisst es in dem Schreiben weiter.

Dieses Argument lassen die Initianten nicht gelten. «Wir verstehen nicht, weshalb die längst beschlossene und zeitkritische Schulraumplanung wegen einer Fusionsäusserung ausgesetzt wurde.» So habe eine Fusion nichts mit einem vollwertigen Schulstandort zu tun.

Gemäss Gemeinderat werde der erarbeitete Studienauftrag bereinigt, sodass er im August ausgeschrieben werden kann. Für den 19. Juni hat der Gemeinderat einen Workshop angesetzt. An diesem soll auch über die Sicherstellung des Bildungsangebots diskutiert werden.

Autor

Dennis Kalt

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