Möhlin

Erweiterung Schulhaus Steinli: Coronakrise vereinfachte die Arbeit

Bis im Juni 2021 soll der Ergänzungsbau im Oberstufenzentrum Steinli erstellt sein.Bild: zvg

Bis im Juni 2021 soll der Ergänzungsbau im Oberstufenzentrum Steinli erstellt sein.Bild: zvg

Das Schulhaus Steinli in Möhlin wird für 13 Millionen Franken erweitert. Die Arbeiten sind auf Kurs.

Hurra, die Schule wächst: Die Oberstufen-Schulanlage Steinli in Möhlin wird derzeit für 13 Millionen Franken erweitert und umgebaut. Herzstück ist ein dreistöckiger Erweiterungsbau, der Platz für 24 Klassenzimmer, Gruppenräume und Spezialräume bietet.

Im Februar starteten die Bauarbeiten – und profitierten von der Coronakrise. Denn wie überall in der Schweiz fand auch im Steinli kein Unterricht statt. «Der Vorteil war, dass in der Aushubphase, die regen Baustellenverkehr nach sich zieht, keine Schüler in der Anlage waren und auch keine Elterntaxis den Verkehr behinderten», sagt Gemeindeschreiber Marius Fricker.

Man sei im Zeit- und Kostenplan, so Fricker. Daran haben auch die alten Leitungen nichts geändert, die nicht in den Plänen eingezeichnet waren und umgelegt werden mussten. Derzeit wird die Kellerdecke betoniert, danach geht es an das Erdgeschoss.

Mit dem Ergänzungsbau im Steinli löst die Gemeinde ein Problem, das sie jahrelang beschäftigt und mehrere Arbeitsgruppen auf Trab gehalten hat. Sorgen machten vor allem die Platzverhältnisse in der Primarschule, die sich mit der Umstellung auf 6/3 weiter verschärft hatten. Indem nun das Oberstufenzentrum Steinli ausgebaut wird, kann im Sommer 2021 die Bezirksschule vom Schulhaus Fuchsrain hierherzügeln. Damit wird im Fuchsrain der nötige Platz für die Primarschule frei; bereits heute werden hier auch Primarschüler unterrichtet.

Die neue Schulstruktur hat zum einen den Vorteil, dass die Primarschule ihren künftigen Raumbedarf «längerfristig» decken kann, wie der Gemeinderat in der Botschaft an die Stimmberechtigten schrieb, und andererseits, dass Möhlin eine zentra­lisierte Oberstufe bekommt. Damit kann die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Leistungszügen effizienter umgesetzt werden und es vereinfacht die Zusammenarbeit über die Stufen hinweg. Zudem können «bestehende Freundschaften aus der Primarschulzeit in der Oberstufe weitergelebt werden», schrieb der Gemeinderat in der Kreditbotschaft.

Sanierung im Fuchsrain wird 7 Millionen kosten

Fertig gestellt sein soll der Ergänzungsbau im Juni 2021. In einer weiteren Etappe wird dann das Schulhaus Fuchsrain saniert. Dass man die Projekte staffelt, hat auch finanzielle Gründe, denn so kann «auf kostspielige Provisorien verzichtet werden», heisst es in der Kreditbotschaft.

Für die Sanierung des Fuchsrains hat der Souverän zeitgleich mit dem Verpflichtungskredit für den Ergänzungsbau im Juni 2019 einen Projektierungskredit über 600000 Franken gesprochen. Der Gemeinderat rechnet mit Sanierungskosten von rund sieben Millionen Franken. Die Sanierung soll auf das Schuljahr 2023/24 hin abgeschlossen sein. Die beiden Schulhäuser im Fuchsrain bieten dannzumal Platz für 18 Primarklassen.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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