Hochrheinkommission

Es hat noch Geld im Fördertopf - grenzüberschreitende Projekte werden unterstützt

Die «Laufenburger Acht», ein Rundweg in der Form einer «8›, führt beidseits des Rheins dem Ufer entlang und quert den Rhein dreimal.

Die «Laufenburger Acht», ein Rundweg in der Form einer «8›, führt beidseits des Rheins dem Ufer entlang und quert den Rhein dreimal.

Die Länder im Gebiet Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein unterstützen innovative Projekte aus einem gemeinsamen Fördertopf. Auch das Fricktal könnte davon profitieren.

Der Rundweg «Laufenburger Acht» führt in Form einer «8» über drei Rheinübergänge. Der Rundweg erstreckt sich von der neuen Rheinbrücke bis zum Kraftwerk. Der bestehende Uferweg soll dazu ausgebaut werden.

Die geplante Erweiterung wird unter anderem durch Interreg-Fördergelder für das Gebiet Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein (ABH) realisiert. Der Fördertopf wird zum einen von der EU, zum anderen von den beteiligten Kantonen sowie des Bundes gespeist, wie Heike Stoll, «Interreg»-Koordinatorin der Hochrheinkommission mit Sitz in Waldshut-Tiengen, erklärt.

52 Millionen Euro zur Verfügung

Für die mittlerweile fünfte Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen insgesamt 52 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen grenzüberschreitende Projekte gefördert werden. An der letzten Lenkungsausschusssitzung zum Interreg V ABH-Programm haben die Verantwortlichen zehn Projekte bewilligt und dafür über 10,7 Millionen Euro Fördermittel gesprochen. Seit Beginn der Förderperiode V im Jahr 2014 wurden im ABH-Gebiet insgesamt 34 Projekte genehmigt.

«Ausgeschöpft ist der Fördertopf allerdings noch nicht», betont Heike Stoll und ruft insbesondere auch die Hochrheinregion dazu auf, mit grenzüberschreitenden Projekten von diesen Fördergeldern zu profitieren. «Wir wünschen uns viele gute Impulse für die Region und unterstützen Interessierte auf ihrem Weg von der Idee bis zum fertigen Projekt.»

Drei Schwerpunkte erhalten finanzielle Unterstützung

Doch welche Projekte werden überhaupt unterstützt? In der aktuellen Förderperiode kommen Projekte aus folgenden drei Schwerpunkten in den Genuss einer finanziellen Unterstützung: Einen Schwerpunkt bildet der Bereich Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Beschäftigung und Bildung. Ein zweiter ist der Themenkreis Umwelt, Energie und Verkehr. Der dritte Schwerpunkt schliesslich behandelt die Verwaltungszusammenarbeit sowie das bürgerschaftliche Engagement.

Zu den Projekten aus dem Hochrheingebiet, die mithilfe der Interreg V ABH Fördergelder realisiert wurden und werden, gehören zum Beispiel der geplante Rheinsteg zwischen den beiden Rheinfelden, die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Schaffhausen oder die Förderung des klimafreundlichen Berufspendelns in der Hochrheinregion.

Nachholbedarf am Hochrhein

Besonders für die Region Hochrhein und auch für das Fricktal wünscht sich Heike Stoll zusätzliche Projekteingaben und Ideen aus den genannten Schwerpunkten. Während im Raum Bodensee mit seiner ausgeprägten Hochschullandschaft Projekte rund um Innovationen stark vertreten sind, besteht am Hochrhein diesbezüglich noch Nachholbedarf.

«Es müssen nicht immer nur Städte und Hochschulen sein, die solche Projekte lancieren. Auch Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen können mit Partnern aus dem Nachbarland und konkreten Ideen Unterstützungsgesuche eingeben», sagt Heike Stoll.

Überall dort, wo beispielsweise eine Infrastruktur beidseits des Rheins gemeinsam genutzt wird, bestehe grundsätzlich die Möglichkeit, von den Fördergeldern der ABH-Region zu profitieren, sofern sie zu den definierten Schwerpunkten passen und die formalen Kriterien erfüllen. Als Ansprechperson steht Heike Stoll den Projektinitianten aus der Hochrheinregion gerne zur Verfügung.

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