Fricktal

Es kommt zu Kampfwahlen um die Bezirksrichtersitze im oberen Fricktal

Auf den sechs Sitzen am Bezirksgericht Laufenburg wollen sieben Kandidaten Platz nehmen.

Auf den sechs Sitzen am Bezirksgericht Laufenburg wollen sieben Kandidaten Platz nehmen.

Im unteren Fricktal sind Bezirks- und Friedensrichter in stiller Wahl gewählt, im oberen kommt es zum Urnengang. Eine Kandidatin der Grünen aus Wölflinswil will es wissen.

Der heisse Wahlherbst beginnt bereits am 27. September. Denn knapp einen Monat vor den Grossrats- und Regierungsratswahlen finden im Aargau die Gesamterneuerungswahlen der Bezirks- und Kreisbehörden für die Amtsperiode 2021/24 statt.

So sie denn stattfinden: Im Bezirk Rheinfelden konnten sämtliche Chargen in stiller Wahl besetzt werden. Dies ist dann möglich, wenn nicht mehr Personen für ein Amt kandidieren, als Sitze zu vergeben sind.

Stille Wahlen im Bezirk Rheinfelden

Im Bezirk Rheinfelden ist dies deshalb der Fall, weil sich CVP, FDP, GLP, SP und SVP auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag geeinigt hatten – und es kein wilder Kandidat wissen wollte. Da auch in der Nachmeldefrist kein Herausforderer auftauchte, wurde die stille Wahl am 14. August im Amtsblatt publiziert.

In stiller Wahl gewählt sind im unteren Fricktal somit sowohl die drei Gerichtspräsidenten – Regula Lützelschwab aus Rheinfelden, Daniel Gasser aus Aarau und Christoph Lüdi aus Möhlin – als auch die sechs Bezirksrichter, die vier Friedensrichter und die sieben Schulräte. Sämtliche in stiller Wahl Wiedergewählten sind bereits heute im Amt und traten für eine weitere Amtsperiode an.

Differenzierter ist die Ausgangslage im oberen Fricktal. Hier kam nur bei den zwei Gerichtspräsidenten und den sieben Schulräten ein gemeinsamer Wahlvorschlag zu Stande. In stiller Wahl bestätigt sind damit die beiden bisherigen Gerichtspräsidenten, Beat Ackle als Gerichtspräsident 1 und Eveline Guggenbühl als Gerichtspräsidentin 2. Ebenfalls bestätigt sind die sieben Schulräte, auch sie sind alle bereits heute im Amt.

Sieben Kandidaten für sechs Bezirksrichtersitze

Kein gemeinsamer Wahlvorschlag gab es dagegen bei den Bezirks- und den Friedensrichtern – und es kommt hier zu einer Kampfwahl.

Auf einem der sechs Sitze im Bezirksgericht wollen sieben Kandidaten Platz nehmen. Drei davon – Hansruedi Apolloni (von der SVP portiert), Priska ­Bachmann (SP) und Emil Schmid (CVP) – sind bereits heute im Amt und dürften die ­Wiederwahl schaffen. Nicht mehr zu den Wahlen treten Martin Bach­ofer (SVP), Brigitte ­Rüede (CVP) und Josef Schnetzler (FDP) an.

Die drei Parteien portieren je einen neuen Kandidaten: Die FDP ihren ehemaligen Grossrat Adrian Ackermann aus Kaisten, die CVP Stephanie Haberthür aus Frick und die SVP Wendelin Ebnöther aus Mettau. Herausgefordert werden die drei von der Grünen Martina Herzog aus Wölflinswil.

Ebenfalls spannend wird es bei den Friedensrichterwahlen. Um die drei Sitze buhlen vier Kandidaten. Mit dem Bisherigenbonus ins Rennen steigen Urs Fricker (parteilos) und Brigitte Gut (von der SP portiert). Um den dritten Sitz – Roland Hunziker aus Münchwilen tritt nicht mehr zu den Wahlen an – fighten zwei Fricker: Alex Meier (SVP) und Heinz Thaler (par­teilos).

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