Frick
Fricker Chor «Joyful Voices» reist nach Bolivien

Drei Schweizer Chöre treten bei einem Chorprojekt in Südamerika auf. Genauer gesagt in den bolivianischen Städten Cochabamba, Sucre und La Paz. Mit dabei ist auch «Joyful Voices» aus Frick.

Patricia Streib
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Die «Joyful Voices» reisen im Herbst nach Südamerika.

Die «Joyful Voices» reisen im Herbst nach Südamerika.

Patricia Streib

Kaum mehr drei Monate, dann geht es los: Am 27. September reisen drei Schweizer Chöre nach Südamerika, um dort Konzerte in den bolivianischen Städten Cochabamba, Sucre und La Paz zu geben. Mit dabei sind auch «Joyful Voices» aus Frick.

Mit freudiger Erwartung sind nicht nur die rund 70 Sänger und Sängerinnen erfüllt – nebst «Joyful Voices» reist auch «Nuevo Proyecto» aus Binningen/Bottmingen und der Singkreis Wohlen zusammen mit der bolivianischen Gruppe «Los Kusis» ins ferne Südamerika.

Auch Organisator Dieter Wagner, Dirigent aller drei Chöre, und Komponist Juan Arnez, seine Werke «Misa Pacha Mama» und «Navidad Andina» werden zur Aufführung gelangen, sind bereits vom Reisefieber gepackt.

Botschaft für die Ärmsten

Dieter Wagner wird die Konzerte in Cochabamba, Sucre und La Paz – auf beeindruckenden 4100 Metern über Meer – allesamt dirigieren. Sowohl in der Schweiz wie auch in Bolivien beim Philharmonischen Chor Cochabamba (Leitung Augusto Guzman) wird zurzeit eifrig und intensiv geprobt.

Juan Arnez, selbst als Strassenkind in Bolivien aufgewachsen, ist ein unermüdlicher Kämpfer für eine bessere Zukunft und die Rechte der Kinder. Er hat die Werke sozusagen als Botschaft für die Ärmsten und Benachteiligten dieser Welt verfasst.

So wird der Frühling der Anden, zusammen mit der Heiterkeit der Kinder besungen. Für Arnez geht mit diesem, wie er sagt, Völker zusammenführenden Projekt, ein Traum in Erfüllung.

Der begnadete Tenor Dieter Wagner, der bereits mit mehreren renommierte Preisen ausgezeichnet wurde und sich auch bei internationalen Festivals einen Namen machte, freut sich auf das, wie er sagt, «grosse musikalische Abenteuer», das ihn und die 70 Sänger und Sängerinnen aus der Schweiz und die 50 bolivianischen Chor-Mitglieder erwartet.

Land und Leute kennen lernen

Die Reise dauert vom 27. September bis zum 13. Oktober. Nebst den musikalischen Höhepunkten bleibt auch noch Zeit Land und Leute und eine Reihe von Sehenswürdigkeiten wie Silberminen, den grossen Salzsee bei Uyuni oder den Titicacasee zu besuchen.

Um in den Genuss der beiden Werke zu kommen, müssen Musikliebhaber zum Glück nicht extra den Kontinent verlassen, es finden auch Aufführungen in der Schweiz statt.

Aufführungen in der Schweiz: 25. Oktober, Elisabethenkirche in Basel; 26. und 27. Oktober in Wohlen bei Bern.

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