Im historischen Rathaussaal von Rheinfelden hat Linus Hüsser aus Ueken am Dienstag den mit 5000 Franken dotierten «Fricktalpreis» aus den Händen von «Pro Fricktal»-Stiftungsratspräsident Heinz Schmid aus Frick erhalten. Schmid würdigte in seiner Laudatio Hüsser als herausragenden Kenner des Fricktals. Sein ausserordentlicher Einsatz für die Erforschung der hiesigen Wurzeln sei beispielhaft. Er sagte dies hocherfreut, bevor er sein Mandat als Präsident der Stiftung abgab. Neuer Chef ist Linus Schmid aus Gipf-Oberfrick.

Stiftung vor 18 Jahren gegründet

Unter den Augen der einstigen österreichischen Kaiserin Maria Theresia war es Schmid, der nach 18 Jahren als Präsident der Stiftung pro Fricktal mächtig «aufdrehte». Dies im positiven Sinn. Er verwies auf das einfache Rezept der Stiftung Pro Fricktal. «Geld aus dem Fricktal im Fricktal einsetzen», sei von Beginn an der Leidgedanke der Stiftung, die vor 18 Jahren von Anton und Rosmarie Rüetschi in Verbindung mit zehn Personen gegründet wurde, gewesen. Im historischen Rathaussaal hat Präsident Schmid auch darauf hingewiesen, dass es Menschen wie Linus Hüsser brauche, dass diese unverzichtbar seien. Dies im Gegensatz zu Personen, die negative Schlagzeilen beispielsweise über Veruntreuung, unanständige Löhne oder teure Firmenausflüge prägen.

«Zum Glück sind dies nur Ausnahmefälle, denn die meisten Menschen gehen ehrlich durchs Leben.» Von diesen höre man eher selten, sagte Schmid, um darauf hinzuweisen, dass gerade deshalb die Stiftung «Pro Fricktal» Persönlichkeiten mit dem Fricktalpreis auszeichne, die sich in vorbildlicher Weise für das Fricktal einsetzen.

Umfassendes Wissen

Linus Hüsser ist einer dieser Personen. Er, der 1964 geboren wurde, die Kindheit in Herznach verbrachte und der 1985 die Matura machte. Seine Studien als Historiker schloss er mit der Promotion über den Klingnauer Politiker und Publizisten Johann Nepomuk Schleuniger ab. Der nunmehr Geehrte ist als freischaffender Historiker tätig. Er hat als Mitautor vieler Ortsgeschichten, als Verfasser zahlreicher Beiträge zu historischen und volkskundlichen Themen, und als Betreuer von Archiven ein umfassendes Wissen über die Geschichte des Fricktals erworben. Neben diesen Qualitäten zeichnet den Preisträger seine Bescheidenheit aus. «Bei ihm steht nie die Frage der Entschädigung im Vordergrund. Er ist hilfsbereit, leistet immer vollen Einsatz und hält Terminversprechen ein», so Heinz Schmid.

Hüsser selber zeigte sich hocherfreut, aber auch überrascht darüber, dass er den Preis erhalten habe. «Bin ich der Richtige?», fragte er bescheiden, um zu ergänzen, dass der Preis für ihn eine nicht mehr zu überbietende Ehre darstelle. Stadtammann Franco Mazzi dankte letztlich der Stiftung im Namen der Behörde. Er bezeichnete sie als «sehr wertvoll», ehe er im Namen der Stadt zum Apéro lud.