Rheinfelden

Für bis zu 30 Millionen: Die Schulanlage Engerfeld soll aufgestockt werden

Diese schematische Darstellung zeigt, wie die Schulanlage Engerfeld in Rheinfelden ausgebaut werden soll.

Diese schematische Darstellung zeigt, wie die Schulanlage Engerfeld in Rheinfelden ausgebaut werden soll.

25 bis 30 Millionen Franken kosten die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Engerfeld in Rheinfelden. Für die Projektierung soll die Gemeindeversammlung jetzt 2,2 Millionen Franken freigeben. Mit dem Ausbau soll der Raumbedarf gedeckt werden.

Ein Ergänzungsbau, eine Aufstockung in mehreren Etappen und eine zusätzliche Dreifachturnhalle: Das schlägt der Rheinfelder Stadtrat zur Erweiterung der Schulanlage Engerfeld vor. Die Stadtregierung rechnet mit Investitionen von 25 bis 30 Millionen Franken, wie Stadtammann Franco Mazzi am Mittwoch an einer Medienorientierung erklärte.

In einem ersten Schritt beantragt der Stadtrat der Gemeindeversammlung am 18. Juni einen Kredit von 2,15 Millionen Franken für die Projektierung der Sanierung und Erweiterung.

Die Schulanlage Engerfeld wurde 1982 in Betrieb genommen. Nach 32 Jahren weisen Haustechnik, Innenausbau und Aussenhaut einen erheblichen Sanierungsbedarf auf, wie Mazzi ausführte. Eine Erhebung ergab zusätzliche Raumbedürfnisse der Kreisschule Unteres Fricktal, des Berufsbildungszentrums Fricktal und der kantonalen Schule für Berufsbildung.

Weitere Schulräume müssen bereitgestellt werden, weil die Oberstufenklassen in Magden nach Rheinfelden in die Schulanlage Engerfeld verlegt werden. Zusätzlichen Bedarf meldete die Heilpädagogische Schule an, weil die Schülerzahlen stark gestiegen sind.

Aus der eigenen Tasche finanziert

«Unser Ziel war es, eine Lösung für die nächsten 30 bis 40 Jahre zu finden», sagte Mazzi. Geprüft wurden auch ein Neubau auf der grünen Wiese und eine Verdichtung der Schulanlage. Beide Ideen wurden verworfen. «Mit einer Verdichtung hätte die grosszügig angelegte Schulanlage Engerfeld erheblich an Qualität verloren», erklärte der Stadtammann. Diese Lösung wäre zudem nur unwesentlich günstiger zu stehen gekommen und hätte auch nicht für die nächsten 30 bis 40 Jahre gereicht.

Die Projektierungskosten von 2,15 Millionen Franken können aus dem Eigenkapital finanziert werden, wie Mazzi betonte. Diese Ausgaben hätten keine Neuverschuldung zur Folge. Die Stadt will auch die gesamte Schulhauserweiterung aus der eigenen Tasche berappen.

Rheinfelden hat in den vergangenen fünf Jahren rund 26 Millionen Franken auf die Seite gelegt. Dies mit Blick auf die bevorstehenden Investitionen, wie Mazzi erklärte. Auch die Rechnung 2013, die ebenfalls der Gemeindeversammlung vorgelegt wird, schliesst mit einem Finanzierungsüberschuss von 5,8 Millionen Franken, der ins Eigenkapital eingeschossen wird.

Das Budget hatte ein Finanzierungsminus von 3,7 Millionen Franken vorausgesagt. Im Vorjahr war ein Finanzierungsplus 6,9 Millionen Franken erzielt worden. Die laufende Rechnung weist einen Ertragsüberschuss von 4,7 Millionen bei einem Aufwand von 58,3 Millionen Franken aus. Die Einnahmen überstiegen mit 69,7 Millionen den Voranschlag um 4 Millionen Franken.

Das ist vor allem auf einen Mehrertrag von 3,4 Millionen Franken bei den Aktiensteuern zurückzuführen, der durch «ausserordentliche Umstände» anfiel, wie sich Mazzi ausdrückte. Die Nettoinvestitionen lagen mit 5,6 Millionen um 4,8 Millionen Franken unter dem Budgetwert. Verschiedene Vorhaben wie ein Kindergartenrückbau und Strassensanierungen für den Wärmeverbund haben sich verzögert.

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