Primarschulen
Gemeinsame Zukunft: Mumpf, Obermumpf und Schupfart bilden einen Schulverband

Die Verträge sind unterzeichnet: Mit dem kommenden Schuljahr bilden Mumpf, Obermumpf und Schupfart den Primarschulverband Fischingertal. Alle drei Schulstandorte sollen erhalten bleiben und als Zwei-Jahrgangsklassen geführt werden.

Horatio Gollin
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Die Verantwortlichen der drei Gemeinden unterzeichneten im Lehrerzimmer des Schulhauses Neumatt in Obermumpf die Verbands-Verträge. Horatio Gollin

Die Verantwortlichen der drei Gemeinden unterzeichneten im Lehrerzimmer des Schulhauses Neumatt in Obermumpf die Verbands-Verträge. Horatio Gollin

Die Vertragsunterzeichnung des Primarschulverbandes Fischingertal fand im bescheidenen Rahmen im Lehrerzimmer der Primarschule Neumatt in Obermumpf statt. Gemeindeammann René Heiz und Gemeindeschreiberin Jacqueline Stöcklin setzen für Schupfart ihre Unterschrift unter die sechs Ausfertigungen, Gemeindeammann Stefan Güntert und Gemeindeschreiber Reto Hofer für Mumpf. Die Unterschriften aus Obermumpf folgen später. Statt Zwergenschulen versprechen sich die Akteure davon moderne Standorte mit hohem Bildungsniveau.

Die sich verschärfenden Bedingungen zwangen die Talgemeinden schon vor ein paar Jahren, einen Schüleraustausch zu vereinbaren, führte Gemeinderätin Astrid Zeiner aus Obermumpf aus. Schupfart und Obermumpf vereinbarten bereits 2016/17 einen auf ein Schuljahr befristeten Schüleraustausch. «Die politische Vision eines Primarschulverbandes war bei einigen von uns bereits zu Beginn der laufenden Legislaturperiode vorhanden», sagte Zeiner. Von Beginn an sei es wichtig gewesen, dass es keine Sparübung werden sollte, sondern Bildungs- und Standortqualität gesteigert würden. Auf den drei Gemeindeversammlungen fand die Satzung des Verbandes im Sommer Zustimmung.

Einfachere Struktur

Alex Müller von der Schulpflege in Obermumpf zählte die strategischen Ziele auf. In allen Gemeinden sollte ein qualitativ hochstehender Schulstandort mit maximal Zwei-Jahrgangsklassen erhalten bleiben, was derzeit in Mumpf nicht möglich ist. Die Kinder sollen nach Möglichkeit am Wohnort beschult werden. Ausserdem sollte nur noch eine Schulleitung und eine Schulbehörde für die Schulen in den drei Gemeinden zuständig sein. Für das Lehrpersonal sollten attraktive und sichere Arbeitsstellen geschaffen werden. Müller meinte, dass mit dem Schulverband allen Zielen Rechnung getragen werden könnte.

Mehrkosten kämen auf die Steuerzahler keine zu, waren sich Zeiner und Schulleiterin Monika Schneider sicher. Da Schneider schon Schulleiterin an den drei Standorten ist, wurde im operativen Geschäft schon viel umgesetzt, wie gemeinsame Sport- oder Wandertage. Noch mehr Effizienz stelle sich ein, wenn nur noch eine Schulbehörde und eine Schulleitung für die drei Standorte zuständig ist. Zudem werde die Schulpflege von zehn auf drei Personen bei gleichem Einsatz verschlankt, was Zeit bei der Kommunikation einspare. Schneider meinte, dass sie weitere Zeit einsparen könne, wenn Strukturen wie Budgets nicht mehr dreifach vorhanden sind. Mittelfristig könnten sich sogar Kosteneinsparungen einstellen, sagte Zeiner, das sei aber nicht das erklärte Ziel gewesen.