Hellikon

Gewitter dient als Übungs-Szenario

Das war die Ausgangslage: Im Wegenstettertal führten heftige Gewitter dazu, dass die Einsatzkräfte an verschiedenen Fronten zu kämpfen hatten. (Symbolbild)

Das war die Ausgangslage: Im Wegenstettertal führten heftige Gewitter dazu, dass die Einsatzkräfte an verschiedenen Fronten zu kämpfen hatten. (Symbolbild)

Das Regionale Führungsorgan Unteres Fricktal führte mit anderen Einsatzorganisationen eine gemeinsame Übung durch. Die Bewertung fiel positiv aus.

Das Regionale Führungsorgan (RFO) Unteres Fricktal, die Zivilschutzorganisation Unteres Fricktal und die Feuerwehr Wabrig führten im Magazin Hellikon unter Aufsicht des Kantonalen Führungsstabs die Übung Collaboratio durch. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit mit einer anderen Einsatzorganisation zu üben, wie es in einer Mitteilung heisst.

Im Vorfeld der Übung wurden durch den Zivilschutz die Einsatzfähigkeit der Kommunikations- und Informatikmittel sowie des Einsatz-Anhängers des Regionalen Führungsorgans überprüft, Checklisten aktualisiert und Karten optimiert. Via ein Konferenzgespräch zwischen dem Feuerwehrkommandanten und dem Kernstab des RFO erging dann ein Aufgebot für den RFO. Kurz darauf wurde auch der Zivilschutz zur Unterstützung aufgeboten.

Fiktive Überflutungsgefahr

Folgendes Übungs-Szenario erwartete die Einsatzkräfte: Im Wegenstettertal führten heftige Gewitter dazu, dass die Einsatzkräfte an verschiedenen Fronten zu kämpfen hatten. Während die Feuerwehr vor allem mit dem Auspumpen von überschwemmten Häusern und mit dem Regeln des Verkehrs beschäftigt war, nahm sich das Regionale Führungsorgan mit Unterstützung des Zivilschutzes der drohenden Gefahren und der Information der Bevölkerung an.

Unter anderem war die Gemeinde Hellikon von zwei aufgestauten Bächen betroffen, aus denen eine erhebliche Überflutungsgefahr hervorging. Zudem hatten die starken Regenfälle zu einer Hangrutschgefahr geführt, die einen Hof mit Tieren sowie eine Gasleitung bedrohte. Schliesslich war das Trinkwasser unrein geworden, sodass es nicht mehr unbedenklich geniessbar war. Anhaltende Regenfälle versprachen keine Besserung der Lage.

Gute Bewertung

Die Einsatzkräfte leiteten folgende – fiktive – Massnahmen ein: Nach einem Übergaberapport, an dem die Feuerwehr dem RFO die prekäre Lage geschildert hatte, wurden die Mitglieder des RFO mit der konzeptionellen Erarbeitung von Lösungsvorschlägen beauftragt. Erste Sofortmassnahmen wurden getroffen und unter anderem ein Geologe zur Analyse der Hangrutschkante und weitere Zivilschutzkräfte aufgeboten.

Zur Information der Bevölkerung wurde überdies ein Sirenenalarm mit einer Warnung der Bevölkerung über Radiostationen ausgelöst. Schliesslich wurde mit der Feuerwehr entschieden, die Bevölkerung in den von Hangrutsch und Überflutung bedrohten Gebieten zu evakuieren.

In einer ersten Beurteilung durch den Kantonalen Führungsstab vor Ort wurde dem RFO und dem Zivilschutz eine weitgehend gute Bewertung ausgestellt. Das RFO wird die Erkenntnisse aus der Übung nun analysieren und wo notwendig Verbesserungen vornehmen.

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