Möhlin

Gibt es bald Rheinfelder Siedlungsgebiet beim Bahnhof Möhlin?

Direkt vor diesen Wohnhäusern unterhalb des Bahnhofs Möhlin liegt das im Richtplan vorgesehene erweiterte Siedlungsgebiet Rheinfeldens.

Direkt vor diesen Wohnhäusern unterhalb des Bahnhofs Möhlin liegt das im Richtplan vorgesehene erweiterte Siedlungsgebiet Rheinfeldens.

9 Hektaren beträgt der Baulandbedarf für Wohnschwerpunkte im Planungsverband Fricktal Regio bis im Jahr 2040. Beim Gebiet um den Bahnhof Möhlin wurde ein solcher Schwerpunkt festgelegt.

Vom voraussichtlichen Bevölkerungszuwachs bis im Jahr 2040 im Kanton Aargau soll der Raumbedarf für Wohnungen durch die Innenentwicklung in den per 2012 bereits überbauten Bauzonen und in den unüberbauten Wohnzonen abgedeckt werden. Im Siedlungsgebiet des Planungsverband Fricktal Regio beträgt der Baulandbedarf rund 9 Hektaren.

Umnutzung/Erweiterung 6 Hektaren

Die im Entwurf der Richtplananpassung Siedlungsgebiet ausgeschiedenen Umnutzungen und Erweiterungen in der Region weisen eine Fläche von gut 6 Hektaren auf.

Bei der Feinverteilung war es indes nicht möglich, alle Flächen gemäss der Berechnung zuzuteilen. Insbesondere konnte in der Gemeinde Kaiseraugst kein weiteres Siedlungsgebiet definiert werden, denn Kaiseraugst verfügt über keinerlei potenzielle Baulandgebiete mehr, die sich zur Ausscheidung von Siedlungsgebiet und somit für die Wohnnutzung eignen würde.

Aus diesem Grund wurde für diese Flächen Ersatz innerhalb der Repla gesucht. Der Grossteil dieser Flächen ist in Möhlin bereits schon als Siedlungsgebiet festgesetzt. Ein weiterer Teil wurde in Rheinfelden gefunden. Jenes Land befindet sich jedoch unmittelbar beim Bahnhof Möhlin – ist aber Rheinfelder Gemeindegebiet. Wie es dazu im Erläuterungsbericht für die Richtplananpassung im Siedlungsgebiet heisst, sei bekannt, dass in Möhlin Vorbehalte gegen Einzonungen im Umfeld des Bahnhofs bestehen.

Aus langfristiger Optik der Richtplanung besteht ein kantonales Interesse, das Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende Siedlungsentwicklung im Gebiet des Planungsverbandes Fricktal Regio an gut erschlossenen Lagen zu konzentrieren. In diesen Überlegungen spiele das Gebiet um den Bahnhof Möhlin bis im Jahr 2040 eine zentrale Rolle, weshalb nun dort ein Wohnschwerpunkt (WSP) festgelegt wurde.

Gemeindegrenze beim Bahnhof

Das paradoxe an dieser Situation ist der Grenzverlauf zwischen dem Bezirkshauptort Rheinfelden und der Gemeinde Möhlin, denn der Rheinfelder Bann verläuft haargenau bis zum Schienenstrang auf der Nordseite des Bahnhofs, von dort westlich bis zum Ende der Verladerampe und südlich bei den Park-and-ride-Plätzen im Gebiet Oberi Rütenen weiter an den bestehenden Mehrfamilienhäusern vorbei. Westlich dieser Wohnbauten liegt das im Richtplan vorgeschlagene erweiterte Siedlungsgebiet. Es beinhaltet eine gesamte Fläche von 2,3 Hektaren.

Die Anpassung im Richtplan basiert auf dem Auftrag des Grossen Rats an die Regierung, in Zusammenarbeit mit den regionalen Planungsverbänden und den Gemeinden eine neue Gesamtlösung zum Siedlungsgebiet zu erarbeiten. Bestandteil sind dabei festgelegte Zielvorgaben, welche unter anderem die Begrenzung des Siedlungsflächenwachstums umfassen, die raumverträgliche Aufnahme des möglichen Bevölkerungswachstums, die Wahrung beziehungsweise die Schaffung einer hohen Siedlungs- und Wohnqualität sowie die Erfassung und Aktivierung der inneren Nutzungsreserven.

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