Rheinfelden
Heiss begehrt in frostigen Zeiten: Rheinsaline liefert Tausende Tonnen Streusalz aus

Die Schweizer Salinen AG lieferte in der letzten Woche täglich rund 4000 Tonnen Salz aus. Aufgrund der starken Nachfrage soll die Ausliefermenge in den nächsten Tagen noch gesteigert werden.

Dennis Kalt
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Gut gefüllt: Aktuell lagern in den beiden Saldomen rund 175 000 Tonnen Salz. (Archivbild)

Gut gefüllt: Aktuell lagern in den beiden Saldomen rund 175 000 Tonnen Salz. (Archivbild)

Aargauer Zeitung

Der Winter zeigte sich letzte Woche von seiner ungemütlichen Seite und überzog die Strassen und Gehwege mit Eis und Schnee. Während dies für die allermeisten Menschen – Scheibenkratzen, Schneeschippen, Langsamfahren – eher lästig ist, hat die Schweizer Salinen AG Grund zur Freude: Ihr in Rheinfelden hergestelltes Salz wird derzeit in der ganzen Schweiz verkauft und verhindert, dass Autofahrten zu Rutschpartien werden und Spaziergänge mit Bruchlandungen enden.

Der Füllstand nimmt derzeit ab

«Zu Beginn des Winters betrug der Salz-Füllstand weit über 200 000 Tonnen», sagt Carlo Habich, Verkaufsleiter der Schweizer Salinen AG. Auch deswegen – die maximale Lagerkapazität beträgt 250 000 Tonnen, dies entspricht 10 000 voll beladenen Lastwagen mit einer Lademenge von je 25 Tonnen – wurde die Salzproduktion zwischen Weihnachten und Neujahr komplett eingestellt. Doch weil der Füllstand seit der letzten Woche täglich um mehrere 1000 Tonnen abnimmt, ist die Verschnaufpause vorbei und es wird wieder eifrig Salz produziert: «Derzeit beträgt der Gesamt-Füllstand 185 000 Tonnen», sagt Habich und schiebt nach: «Momentan läuft die Produktion in vollem Gang. In der Saline werden täglich rund 1200 Tonnen hergestellt.»

Doch die weissen Berge werden täglich weiterschmelzen, denn: «Die Nachfrage der Kantone, Gemeinden und Werkhöfe ist aufgrund des Verbrauchs in der vergangenen Woche und im Hinblick auf die Wetterprognose der nächsten Tage sehr stark», sagt Habich.

In der vergangenen Woche sind täglich rund 4000 Tonnen Salz ausgeliefert worden, was 160 Lastwagen-Fuhren à 25 Tonnen entspricht. Die Ausfuhrkapazität soll nun gesteigert werden: «Wir werden unseren Betrieb von 8 auf 12 bis 16 Stunden hochfahren», sagt Habich. Damit soll einerseits das Intervall der Anfahrtszeiten für Lastwagen ausgedehnt und andererseits mehr Salz in Säcke abgepackt werden.

Salz-Preise sind für alle gleich

Der Preis für das Lose-Salz beträgt derzeit 190 Franken, der für das abgepackte 270 Franken pro Tonne bei einer Lieferung à 25 Tonnen. Die Preise unterstehen dabei dem Solidaritätsprinzip: «Egal, ob wir eine Gemeinde im Baselland oder in Graubünden beliefern, der Preis ist, unabhängig von den Transportkilometern, für alle der gleiche», erklärt Habich, der den Gemeinden empfiehlt, ihre Silos schon im Sommer zu füllen, dann, wenn der Preis am günstigsten ist. «In gewisser Weise haben die Gemeinden durch die verbilligten Salzpreise im Sommer die Möglichkeit, den ganzjährigen Unterhalt ihrer Silos zu subventionieren», erklärt er.

In das Ausland wird das Auftau-Salz prinzipiell nicht geliefert, jedoch: «Wir prüfen natürlich Anfragen, wenn Städten wie beispielsweise Lörrach oder Weil am Rhein das Salz ausgegangen ist», sagt Habich. Dann seien die deutschen Städte auch bereit, für ihre Verhältnisse tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

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