Magden

Illegal Gartenzaun im Wald entsorgt – Prämie von 500 Franken ausgesetzt

Im Wald fanden Mitarbeiter des Forstdienstes einen Zaun.

Im Wald fanden Mitarbeiter des Forstdienstes einen Zaun.

Nachdem jemand einen Gartenzaun im Wald entsorgt hat, greift die Gemeine zu ungewöhnlichen Massnahmen. Nun wurde eine Prämie von 500 Franken für Hinweise versprochen.

Eine unschöne Ent­deckung machten Mitarbeiter des Forstdiensts vor einigen Tagen im Gebiet Brandegg bei Magden. Zwischen Büschen und Bäumen lag ein zerlegter Gartenzaun – komplett samt Holzlatten und Metallteilen. Wann genau das Material im Wald entsorgt wurde, ist unklar. Klar ist hingegen: «Es gehört definitiv nicht in den Wald, sondern ordentlich entsorgt», sagt Gemeindeammann André Schreyer. Mitarbeiter des Forstdienstes würden den Gartenzaun nun aus dem Wald holen, abtransportieren und entsorgen. «Die Kosten dafür werden wir der Täterschaft verrechnen, sofern wir sie erwischen», sagt Schreyer.

Gemeinde setzt eine Belohnung für Tipps aus

«Wir nehmen solche Verstösse ernst und gehen diesen nach», sagt Schreyer. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täterschaft führen, setzt die Gemeinde eine Prämie von 500 Franken aus. Es sei das erste Mal, dass die Gemeinde diesen Weg bei einer illegalen Entsorgung gehe, so Schreyer. In anderen Fällen aber hat die Gemeinde mit dem Vorgehen bereits positive Erfahrungen gesammelt. «Bei Vandalen­akten ist es schon vorgekommen, dass nach dem Ausruf einer Belohnung Hinweise aus der Bevölkerung eingingen, die zur Täterschaft führten», sagt Schreyer. Darauf hofft die Gemeinde nun also ebenfalls. «Wir bitten die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und bedanken uns für Meldungen von Vorkommnissen dieser Art zum Wohle unserer Natur.»

Bis jetzt seien noch keine Hinweise zur Täterschaft eingegangen. Die eingehenden Informationen, betont Schreyer, würden vertraulich und anonym behandelt. Er warnt ausserdem vor allfälligen voreiligen Verdächtigungen. «Wer etwa beobachtet hat, dass in der Nachbarschaft ein Gartenzaun ersetzt wurde, sollte vielleicht erst das Gespräch mit dem Nachbarn suchen», sagt er. Bei einem dringenden Verdacht sei hingegen eine Meldung angebracht. (nbo)

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