Vorbereitungen

In der künftigen Fusionsgemeinde Böztal geht es jetzt um die Wasserpreise

«Wenn sich die  Situation rund um die Coronakrise bis im Sommer beruhigt, können wir den Zeitplan für die Fusion noch einhalten», sagt Gemeindeammann Robert Schmid. Symbolbild.

«Wenn sich die Situation rund um die Coronakrise bis im Sommer beruhigt, können wir den Zeitplan für die Fusion noch einhalten», sagt Gemeindeammann Robert Schmid. Symbolbild.

Trotz abgesagten Arbeitsgruppensitzungen laufen die Vorbereitungen für die Fusion zur Einwohnergemeinde Böztal. Zudem hat der Gemeinderat Hornussen einen grundlegenden Entscheid gefällt.

Im letzten November hat das Stimmvolk definitiv entschieden: Per 1. Januar 2022 sollen die vier Fricktaler Gemeinden Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen (BEEH) zur Einwohnergemeinde Böztal fusionieren. Daraufhin hat die Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufgenommen.

In dieser wirken mit: Gemeindeammann Robert Schmid aus Bözen (Vorsitz), Gemeindeammann Andreas Thommen von Effingen, Frau Gemeindeammann Esther Röthlin von Elfingen, Vizeammann Guy David von Hornussen und Vizeammann Roger Frey von Bözen.

Jedes Mitglied der Steuerungsgruppe, die sich bisher dreimal zu einer Sitzung getroffen hat, steht für die Umsetzung der Fusion einer thematischen Arbeitsgruppe vor. Auf Grund der Coronapandemie seien die Sitzungen der Arbeitsgruppen nun aber bis auf weiteres «auf Eis gelegt worden», sagt Robert Schmid.

Und wegen der Frühlingsferien fällt im April auch die Sitzung der Steuerungsgruppe aus. «Wenn sich die Situation rund um die Coronakrise bis im Sommer beruhigt, können wir den Zeitplan für die Fusion noch einhalten», sagt Robert Schmid.

Preisdifferenzen von 250% in den vier Gemeinden

Der Bözer Ammann leitet die Arbeitsgruppe 5 zum Thema Verwaltung. Diese hat sich noch gar nie treffen können, weil die für den 18.März geplante Sitzung wegen der Coronakrise abgesagt werden musste. «Wir sind aber nicht untätig. Einen Entwurf der neuen Gemeindeordnung haben wir den Mitgliedern der Arbeitsgruppe schon mal für eine erste Vernehmlassung zukommen lassen», hält Robert Schmid fest.

Die grössten Knacknüsse gebe es in der Arbeitsgruppe von Roger Frey, der die Werke unter sich hat. «Beim Wasser haben wir in den vier Gemeinden Preisdifferenzen von 250%. Da ist es nicht ganz einfach, einen gemeinsamen Nenner zu finden», sagt der Gemeindeammann von Bözen.

Beim Abwasser gibt es ausserdem einen hohen Investitionsbedarf. «Und wir müssen uns – ob mit oder ohne Fusion – mit dem Anschluss an die ARA Kaisten beschäftigen.» Schmid ist zuversichtlich, dass der Zusammenschlussbeitrag des Kantons die Situation hier sicher noch etwas zu entschärfen vermag.

Ob als Folge der Coronakrise der angepeilte Steuerfuss von 114% (entspricht dem tiefsten der BEEH-Gemeinden) tatsächlich realisiert werden kann, lässt sich noch nicht definitiv sagen. «Die finanziellen Auswirkungen der aktuellen Notsituation werden wir erst später erfahren», so Schmid.

Zuerst liege der Fokus auf der Ausarbeitung der Reglemente für die Gemeinde Böztal. In Bözen stellt sich auch noch die Frage, wie es mit der gemeindeeigenen Elektra weitergehen soll. Der auf Anfang April angesetzte Informationsanlass musste ebenfalls infolge der Coronakrise abgesagt werden.

In Sachen Jurapark hat sich das Blatt gewendet

In der künftigen Gemeinde Böztal sind Bözen, Effingen und Elfingen bereits Mitglied des Juraparks Aargau. Die Gemeinde Hornussen tat sich in den letzten Monaten schwer mit einer Kandidatur (die AZ berichtete).

«Das Blatt hat sich nun zugunsten des Juraparks gewendet», sagt Vizeammann Guy David von Hornussen. Der Gemeinderat habe sich für einen Beitritt per 2022 ausgesprochen. «Anlässlich der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 24.Juni, wird das Beitrittsgesuch den Hornusserinnen und Hornusser zur Zustimmung vorgelegt», fährt Guy David fort.

Beim Antrag gehe es um den Beitritt für die Betriebsphase 2022 bis 2031 und einen Beitrag von 5 Franken pro Kopf und Jahr. Als Kostenbeitrag für das Abklärungsjahr vom Jurapark gegenüber dem Kanton im Jahr 2021 würde die Gemeinde Hornussen laut dem Vizeammann im Falle einer Zustimmung 2 Franken pro Kopf zahlen.

Im Vorfeld entscheidet die Jurapark-Vollversammlung am 3.Juni über die Aufnahme der Gemeinde Hornussen. An Stelle eines Einwohnerforums werde man für das Hornusser Stimmvolk die Gmeindsbotschaft etwas ausführlicher verfassen.

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