Laufenburg
Jurapark Aargau geht mit der Labelauszeichnung in die erste Betriebsphase

Der Jurapark Aargau ist mit der Übergabe des Bundeslabels nun offiziell «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» und geht damit in die erste zehnjährige Betriebsphase.

Susanne Hörth
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Geri Hirt, Präsident des Juraparks Aargau: «Das ist eine Auszeichnung und Wertschätzung unserer Juralandschaft.» Emanuel freudiger

Geri Hirt, Präsident des Juraparks Aargau: «Das ist eine Auszeichnung und Wertschätzung unserer Juralandschaft.» Emanuel freudiger

Solothurner Zeitung

Die Übergabe des Bundeslabels an die Kantonsregierung und die Verantwortlichen des Parks an einem Schnapsdatum geschehen zu lassen, macht Sinn. «Dieser besondere Tag prägt sich nun auch vom Datum her gut ein», meinte Geri Hirt, Präsident des Juraparks Aargau denn auch am Freitagabend vor einer grossen Festgemeinde. Der feierliche Akt fand in der Laufenburger Stadtkirche St. Johann statt.

Wie schon sein Vorredner liess auch Regierungsrat Peter C. Beyeler den 11.11., auch als Martinitag bekannt, kurz in seine Rede einfliessen. Der Baudirektor machte in diesem Zusammenhang auf ein Sprichwort aufmerksam, welches besagt, dass eine Gans, die am Martinitag nicht geschlachtet wird, auch an Weihnachten noch lebt und schliesslich an Ostern goldene Eier legt.

Und so dürfe darauf gehofft werden, dass der Jurapark Aargau bis im kommenden Frühling ebenfalls goldene Eier bereithalte. Der Naturpark sei nicht einfach nur schöne Landschaft, sondern auch Lebens- und Erholungsraum.

Weiter bringe er den hier lebenden Menschen wirtschaftliche Wertschöpfung, machte der Regierungsrat auf das grosse Potenzial des Vorhandenen aufmerksam. Es gelte nun vor allem, die Chance zu erkennen und zu nutzen. «Für mich ist der Jurapark Aargau ein eindrückliches Beispiel einer regionalen Initiative. Nun heisst es, dranbleiben.» Das gelte auch für den Kanton.

Der Jurapark Aargau sei kein Ballenberg, es brauche stets neue Ideen, die entwickelt und umgesetzt würden. In diesem Zusammenhang meinte Beyeler schmunzelnd, dass bei der Beschaffung der dafür notwendigen Finanzmittel vonseiten Kanton das Geld dafür schon gefunden werde.

Auf Beyelers Aussage ging später auch Franz-Sepp Stulz vom Bundesamt für Umwelt ein. Er gehört zu jenen Personen, die sich von erster Stunde an engagiert für die nationale Park-Idee eingesetzt haben.

«Warum hat der Jurapark das Label verdient?» Darauf antwortete der Fragende gleich selbst. «Es mag Zufall sein, dass die geografische Form des Juraparks der Gestalt eines Sauriers ähnelt.

Und damit auf die spezielle Erdgeschichte unter anderem mit ihren Fossilienfunden aufmerksam macht.» Stulz hob auch die gute Lage des Naherholungsraumes Jurapark zwischen den Metropolitan-Räumen Basel und Zürich hervor, die ein grosses Besucherpotenzial mit sich bringt.

Um mit dem Bundeslabel ausgezeichnet zu werden, verlangt es nach hohen Natur- und Landschaftswerten, einmaligen und erhaltenswerten Ortsbildern. Das kann der Jurapark ebenso vorweisen, wie zahlreiche Schutzgebiete von nationaler Bedeutung auf engem Raum.

Eine schöne Landschaft, Natur und Geologie allein aber reichen nicht. Es muss aktiv etwas dafür getan werden. In diesem Zusammenhang verwies Stulz auf den umfangreichen Leistungskatalog der Parkverantwortlichen und vielen weiteren engagierten Menschen. Zahlreiche Projekte sind längst von der Idee in die Wirklichkeit erwachsen. Dazu gehören Angebote in den Bereichen Tourismus, Förderung der regionalen Produkte, Umweltbildung, Natur und Gesundheit, Energiepolitik und vieles mehr.

Wie bereits zuvor Jurapark-Präsident Geri Hirt und Regierungsrat Peter C. Beyeler galt der Dank von Franz-Sepp Stulz allen Personen, die sich für das grosse Ziel «regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» starkgemacht hatten. Stulz freut sich, auch in Zukunft mitverfolgen zu können, wie sich der Jurapark dank weiteren guten Ideen und engagierten Menschen weiterentwickeln wird.

Die von ihm an Peter C. Beyeler und Geri Hirt überreichte Fahne steht stellvertretend für das ersehnte Bundeslabel. Es ist, wie Geri Hirt betonte: «Eine Auszeichnung und Wertschätzung unserer Juralandschaft im Kontext mit der Raumplanung des Bundes.»

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