Bad Säckingen

Keinen Posten mehr: Die Polizei verlässt die Bad Säckinger Altstadt

Bald keinen Posten mehr in der Fussgängerzone: Die Polizei Bad Säckingens zieht um. Im Symbolbild: Deutsche Polizisten in Konstanz.

Bald keinen Posten mehr in der Fussgängerzone: Die Polizei Bad Säckingens zieht um. Im Symbolbild: Deutsche Polizisten in Konstanz.

Von der Fussgängerzone soll das Revier schon bald ins Industriegebiet zügeln.

Es ist ein lang gehegter Wunsch der Bad Säckinger Polizei: ein Revier ausserhalb der Fussgängerzone. Der Wunsch scheint jetzt in Erfüllung zu gehen – jedenfalls gab das Finanzministerium in Stuttgart grünes Licht für eine Planung durch ein Architekturbüro.

Das Polizei­revier befindet sich heute im denkmalgeschützten Gebäuderiegel am Rathausplatz, mitten in der Fussgängerzone in der Altstadt. Zur Ausfahrt stehen lediglich die Steinbrückstrasse und die Wernergasse zur Verfügung. Im Polizeirevier üben rund 60 Beamte den Dienst aus. Ausserdem ist der Kriminaldauerdienst hier untergebracht.

Der neue Standort bringt viele Vorteile

Nun sollen die Polizei und auch die Aussenstelle des Regierungspräsidiums auf das Gelände der Strassenmeisterei im Industriegebiet Trottäcker umziehen. Revierleiter Albert Zeh sieht in einem möglichen Umzug enorme Verbesserungen. Auch wenn eine Polizei-Präsenz in der Innenstadt nicht zu unterschätzen sei, so habe der Standort mitten in der Fussgängerzone doch schwere Nachteile in puncto Einsatztaktik und Funktionalität.

An Tagen mit hoher Fussgängerfrequenz sei kaum ein Durchkommen, so Zeh. Vom Standort Trottäcker hingegen sei man schnell auf der Bundesstrasse B34. Man müsse dabei bedenken, dass das Revier weite Teile des Landkreises abdecken müsse.

Neubau in der Nähe des Trainingszentrums

Allerdings ist Zeh hinsichtlich der Realisierung noch abwartend skeptisch: Das Land habe jetzt den Planungsauftrag genehmigt, das sei ein grosser Schritt. Ob gerade angesichts der Coronakrise nachher noch Geld da ist, müsse man sehen. Die Investitionskosten werden auf umgerechnet rund elf Millionen Franken geschätzt.

Geplant ist, dass der Planungsauftrag bereits in einigen Wochen an ein Architekturbüro erteilt wird. Für Polizei-Neubau ist eine Nutzfläche von 1000 Quadratmetern vorgesehen. Es braucht laut Zeh Raum für 32 Arbeitsplätze im Fünf-Schicht-Betrieb.

Der Neubau soll zwischen dem bestehenden Polizei-Trainingszentrum und dem Wohnhaus an der Ecke Trottäcker/Merianstrasse entstehen. Im Gebäude sollen auch die jetzigen Büros des Trainingszentrums untergebracht werden.

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