Konsum
Nach mehr als 50 Jahren könnte die Laufenburger Altstadt bald wieder einen Lebensmittelladen haben

Seit dem 15. Oktober liegt im Rathaus Laufenburg ein Baugesuch auf. Es historisch zu nennen, hat seine Berechtigung: Es geht um den Umbau eines Erdgeschosses zu einem Lebensmittelgeschäft in der Fischergasse 151. Selbst alteingesessene Laufenburger bestätigen: Es dürften mehr als 50 Jahre vergangen sein, als der letzte Lebensmittelhändler in der Altstadt dichtmachte.

Hans Christof Wagner
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In die Liegenschaft des früheren Gasthofs Meerfräulein an der Fischergasse soll ein Lebensmittelladen kommen.

In die Liegenschaft des früheren Gasthofs Meerfräulein an der Fischergasse soll ein Lebensmittelladen kommen.

Markus Vonberg (27. August 2021)

Seit Freitag, 15. Oktober, liegt auf dem Laufenburger Rathaus für vier Wochen ein Baugesuch öffentlich auf. Gestellt haben es Marko Djurdjevic und Irena Iceva aus Rheinfelden. Sie haben die Liegenschaft, in der früher das Restaurant Meerfräulein die Gäste bewirtete, gekauft und wollen hier ein Lebensmittelgeschäft eröffnen. Djurdjevic sagt:

«Ich habe mich gleich in das Haus verliebt, als ich es zum ersten Mal sah.»

Welche Zukunft die Gesamtliegenschaft haben werde, stehe noch nicht fest, sagt der neue Eigentümer. Die Nutzung des Erdgeschosses als Lebensmittelgeschäft sei jetzt das erste Teilprojekt.

Betreiber will Produkte des Juraparks Aargau verkaufen

Geplant sei, in dem rund 120 Quadratmeter grossen Geschäft hauptsächlich Produkte des Juraparks Aargau zu verkaufen. Zu «80 bis 90 Prozent», so Djurdjevic, solle das Sortiment daraus bestehen. Hinzu kämen Getränke. Tiefkühlware solle es keine geben.

Djurdjevic schildert den baulichen Zustand der Liegenschaft als gut. Lediglich in den Brandschutz müsse investiert werden. Sonst aber seien die Bedingungen für den Betrieb eines Lebensmittelgeschäfts dort schon jetzt gegeben, insbesondere das Raumklima zwecks Lagerung der frischen Ware stimme.

Djurdjevic sagt, er arbeite als Physiotherapeut in Basel. Partnerin Iceva sei als Controllerin in der Wirtschaft tätig. Beide werden zunächst ihre Jobs behalten und den Laden nebenbei führen. Wer darin die Kunden bedient und zu welchen Öffnungszeiten, stehe noch nicht fest. Djurdjevic sagt:

«Wir wollen mit dem neuen Angebot vor allem die Altstadt wiederbeleben.»

Als Quartierladen für die Altstadt und als Grundversorger für ihre nicht mehr so mobile Bewohnerschaft, auch die auf Seite von Laufenburg/Baden, hätte er eine Chance. Der Betrieb solle «auch Spass machen» und müsse nicht auf Anhieb Gewinn abwerfen, so Djurdjevic.

Ende der 1960er-Jahre war Schluss für Lebensmittelhändler in der Altstadt

Selbst Ur-Laufenburger wie Felix Klingele, Jahrgang 1950, wissen nicht mehr exakt zu beziffern, bis wann es in der Altstadt noch Lebensmittelläden gab. Klingele schätzt, dass die letzten Ende der 1960er-Jahre schlossen.

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