Frick

«Lammet» kann erschlossen werden

Der Gemeindeversammlungsbeschluss zum «Lammet» ist rechtskräftig. Der Sondernutzungsplan wurde vom Kanton genehmigt.

Die Freude beim Fricker Baudirektor Thomas Stöckli ist gross. «Der Realisierung der neuen Wohn- und Arbeitszone ‹Lammet› steht nichts mehr im Weg», erklärt er auf Anfrage der az. Zum einen hat der Regierungsrat vor kurzem den Sondernutzungsplan für das rund neun Hektar grosse Gebiet in Kraft gesetzt. «Das ist das Resultat einer fünfjährigen Planungsphase», verdeutlicht Stöckli.

Zum anderen ist der Beschluss der Gemeindeversammlung, 9,9 Millionen Franken in die Erschliessung des rund neun Hektar grossen Areals zu investieren, seit wenigen Tagen rechtskräftig; das fakultative Referendum wurde nicht ergriffen.

Für die Entwicklung von Frick ist die «Lammet» zentral: Hier, ganz in der Nähe des Bahnhofs, sollen in den nächsten Jahren 180 bis 225 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind vier Wohnhöfe mit Mehrfamilienhäusern und vier mit Doppeleinfamilienhäusern. Insgesamt entsteht so Wohnraum für 350 bis 500 Personen. Aktuell zählt Frick rund 5200 Einwohner.

Ein Quartier für Familien

Mit ihrer Konzeption spricht die «Lammet» gezielt Familien an. «Ein Quartier, das auf Familien ausgerichtet ist, fehlt Frick», sagt Stöckli. Er ist sich sicher: «Die ‹Lammet› bietet sich dafür an. Das gibt etwas Gefreutes.» Oder wie es im Gestaltungsplan heisst: «Ein eigenständiges, urbanes und zukunftsgerichtetes Quartier.»

Diese Zukunft besteht dabei aus zwei Zonen: Einer rund vier Hektar grossen Wohnzone und einer Arbeitszone. Ein Teil Letzterer ist bereits überbaut, mindestens 2500 Quadratmeter werden als ökologische Ausgleichsfläche ausgeschieden. Die beiden Zonen werden durch die Strasse, die quer durch das Gebiet führt, getrennt.

Geplant sind vier Wohnhöfe mit Mehrfamilienhäusern und vier mit Doppeleinfamilienhäusern.

Geplant sind vier Wohnhöfe mit Mehrfamilienhäusern und vier mit Doppeleinfamilienhäusern.

Bevor es soweit ist, geht es nun vorerst an die Detailarbeit. Die Erschliessung muss geplant, die Aufträge vergeben, die Werkleitungen verlegt, die Strasse gebaut, der Bach geöffnet und die Lärmschutzwände errichtet werden. Bis im Herbst 2017, so rechnet man bei der Gemeinde, ist das Areal baureif. Danach soll das Gebiet verdichtet und von Süden her (Bahnhof) überbaut werden.

An den Erschliessungskosten von 9,9 Millionen Franken müssen sich die Grundeigentümer mit 5,7 Millionen Franken beteiligen. Sie tragen unter anderem die vollen Kosten von 1,7 Millionen Franken für die Errichtung der Lärmschutzwände.

Die Gemeinde kostet die Erschliessung somit noch 4,2 Millionen Franken. Da die Gemeinde in den letzten Jahren viel investiert hat (Stichwort: neues Gemeindehaus), setzten etliche Fricker vor und an der Gemeindeversammlung ein Fragenzeichen hinter den Zeitpunkt der Erschliessung. Stöckli konterte, dass die Summe nicht auf einmal fällig werde und die maximale Belastung bei 3,1 Millionen Franken liege. Für die Gemeinde, die das Geld aufnehmen muss, heisst das: Die Zinsbelastung liegt – dank sehr tiefen Zinssätzen – bei maximal 30 000 Franken pro Jahr.

Zudem besitzt die Gemeinde in der «Lammet» selber Land. Mit dem Verkauf dieser Parzelle – Stöckli rechnet mit einem Erlös von rund zwei Millionen Franken – sowie den Anschlussgebühren der Grundeigentümer holt die Gemeinde laut Stöckli die Investitionen wieder herein. «Das muss auch so sein», erklärte er an der Gemeindeversammlung. «Eine Erschliessung muss sich selber finanzieren.»

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