Laufenburg
Reise durch die Popgeschichte: Acoustic Fun Orchestra spielt zum Auftakt der grenzüberschreitenden Kulturtage

Beim Freiluftkonzert im Rahmen der 21. «Fliessende Grenzen» sorgte das Quartett mit dem Programm «Trip To Mexico» für ordentlich Stimmung. Auf beiden Seiten des Rheins wird noch bis zum 15. August die wiedergewonnene kulturelle Freiheit zelebriert.

Charlotte Fröse
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Das Acoustic Fun Orchestra unterhielt die Gäste bei der ersten Veranstaltung der grenzüberschreitenden Laufenburger Kulturtage.

Das Acoustic Fun Orchestra unterhielt die Gäste bei der ersten Veranstaltung der grenzüberschreitenden Laufenburger Kulturtage.

Charlotte Fröse / Aargauer Zeitung

Zum Auftakt der 21. Laufenburger grenzüberschreitenden Kulturtage «Fliessende Grenzen», wanderten am Samstagabend immer wieder bange Blicke in den Himmel: Wird das Wetter halten? Es hielt, zumindest bis etwa zur Hälfte des Freiluft-Konzerts in der direkt am Rhein gelegenen Codmananlage mit dem Acoustic Fun Orchestra aus Freiburg. Dann beendete zum Leidwesen der Zuhörer und der Veranstalter der Regen das amüsante musikalische Intermezzo.

Renata Vogt, Vorsitzende der grenzüberschreitenden Kulturkommission Laufenburg, zeigte ihre grosse Freude darüber, nach einer sehr langen coronabedingten Zwangspause, endlich wieder Kultur auf die Laufenburger Bühnen bringen zu können. Sie fragte: «Braucht die Stadt Kultur?» Und sie blieb die Antwort nicht schuldig: «ja.»

Zeichen der Verbundenheit der beiden Laufenburg

Auch Stadtammann Herbert Weiss pflichtete dieser Aussage bei. Er sagte rückblickend auf die durch die Coronapandemie bedingte lange andauernde Zwangspause:

«Kultur geniessen, miteinander ins Gespräch kommen, die Menschen haben das verdient.»

Weiss dankte den Organisatoren hüben und drüben des Rheins für ihr grenzüberschreitendes Engagement in Sachen Kultur. Bürgermeister Ulrich Krieger betonte die Kostbarkeit der Kulturtage, die zudem ein deutliches Zeichen für die Verbundenheit beider Städte darstelle. Er versprach: «Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Sachen Kultur wird weiter gehen.» Bis zum 15. August wird es weitere Veranstaltungen im Rahmen der «Fliessenden Grenzen» geben.

Die Band, in der Besetzung mit Coco Buchholz (Akkordeon, Gitarre, Gesang), Robert Scheffert (Bass, Gesang), Lorenz Buchholz (Gitarre, Charrango, Gesang) und Tilo Buchholz (Schlagzeug, Gesang) – allesamt vier «durchgeknallte» Musiker, hielt was sie versprach. Mit viel Power und Spass machten sie ganz unverhohlen vor keinem grossen Hit halt. Dabei mixten sie munter drauf los.

Kurzweilige Reise durch 40 Jahre Rock und Pop

Grosse Rock- und Pop-Klassiker wurden kräftig durchgeschüttelt. Heraus kam dabei eine musikalische hintersinnige aber durchaus kurzweilige Reise durch die letzten 40 Jahre Rock- und Popgeschichte, zusammengefasst in ihrem aktuellen Programm «Trip To Mixico». Sie brachten Songs, darunter so manchen Ohrwurm auf die Bühne, die man eigentlich kennt, aber irgendwie doch ganz anders und teilweise überraschend beim Publikum ankamen. Der Wechsel der Stücke war manchmal rasend schnell. Vor allem beim Titelsong «Trip To Mixico» wurde dies besonders deutlich. Kein darin verpackter Song dauerte länger als elf Sekunden.

War man eben noch beim Song «Living Next Door to Alice», ging es ohne Unterbruch zu weiteren Titeln, und das über drei Minuten. Tollkühne Medleys waren zu hören, so beispielsweise beim Song «Sweet Home Alabama», der kurzerhand nach München versetzt wurde und in dem plötzlich bayrische Folklore erklang. Das Publikum hatte seine Freude an den «gegen den Strich gebürsteten» grossen Hits. Applaus war der Band sicher.

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