Laufenburg
Vandalen schneiden die Ketten der Weihnachtsbeleuchtung durch – kein Einzelfall

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Laufenburger Altstadt wurde von Vandalen zerstört. Das ist kein Einzelfall: Seit einiger Zeit mehren sich Vandalismusaktionen im Städtchen. Unter anderem verschwanden auch mehrere Weihnachtsbäume. In anderen Gemeinden geht es derzeit deutlich ruhiger zu.

Andrea Worthmann Jetzt kommentieren
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Die Weihnachtsbeleuchtung auf der Laufenburger Rheinbrücke wurde von Vandalen beschädigt.

Die Weihnachtsbeleuchtung auf der Laufenburger Rheinbrücke wurde von Vandalen beschädigt.

Andrea Worthmann / Aargauer Zeitung

Auf der Laufenburger Rheinbrücke ist es derzeit dunkler als üblich – trotz weihnachtlicher Dekoration: Vandalen haben in den vergangenen Tagen die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt beschädigt und teilweise zerstört. Wie Ivan Brigante, Stadtschreiber II, sagt, wurden die Ketten der Weihnachtsbeleuchtung durchgeschnitten. Ausserdem seien mehrere Weihnachtsbäume verschwunden und «höchstwahrscheinlich in den Rhein geschmissen worden», so Brigante.

«Besonders traurig und schade ist es für das Dekorationsteam des Fördervereins Tourismus Laufenburg, das viel Freizeit aber auch Vereinsgelder in die Verschönerung der Stadt zur Weihnachtszeit gesteckt hat», sagt Andrea Baumann, Leiterin der Touristinfo Laufenburg Schweiz.

Deko-Team lässt sich nicht entmutigen

Sie spricht von einer «kleinen Anzahl beschränkt denkender Menschen, die sich dazu hinreissen lassen.» Und fragt:

«Es macht mich nachdenklich und ängstlich, denn was kommt als Nächstes?»

Dennoch lässt sich das Deko-Team nicht entmutigen, auch wenn es letztes Jahr bereits ähnliche Fälle von Zerstörungswut vorfand. Ein Teil der zerstörten Beleuchtung wurde ersetzt, vollumfänglich ist dies aus finanziellen Gründen aber nicht möglich. Für die zerstörte Weihnachtsbeleuchtung ist ausserdem bereits eine Anzeige bei der Kantonspolizei eingereicht.

Das Dekoteam informiert auf einem Flyer über den Vandalenakt.

Das Dekoteam informiert auf einem Flyer über den Vandalenakt.

Andrea Worthmann / Aargauer Zeitung

Beim Vandalenakt handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall. In den letzten Tagen und Wochen gab es in Laufenburg gleich mehrere Fälle von Vandalismus, berichtet Ivan Brigante. Autos wurden beschmiert und rund um das Parkhaus am Marktplatz gab es gleich eine Häufung von Vorkommnissen.

Lausbubenstreich sorgt für Verwirrung

In der Liftanlage wurde gesprayt und reinuriniert, Beschilderungen und Signaltafeln wurden beschmiert und mit Aufklebern verunstaltet. In den letzten Tagen gab es auch eine Art Lausbubenstreich, der zwar nicht zu Zerstörung beitrug, aber doch für Verwirrung sorgte: Einige öffentliche Plätze wurden mit Absperrband versehen, so etwa auf dem Schulareal Burgmatt, in den Parkhäusern oder auch auf der deutschen Seite bei dem Platz vor dem Bistro Hähnle.

Auch beim Areal Schützen in Bahnhofsnähe werden Vandalenakte verzeichnet. Da das Gebäude nach dem Brand im Januar 2018 leer steht, dringen immer wieder Personen ein, um sich dort unerlaubt aufzuhalten. Brigante:

«Das Bauamt stellt jede Woche Veränderungen in den Räumlichkeiten fest, welche auf Aufenthalte von Nichtberechtigten zurückzuführen sind.»

Die Regionalpolizei ist über diese Vorkommnisse informiert und führt regelmässige Kontrollen durch. Die Stadt ruft die Bevölkerung ausserdem dazu auf, Augen und Ohren aufzuhalten, um im akuten Fall die Polizei zu verständigen.

In anderen Gemeinden ist es ruhig

In anderen Gemeinden scheint es derzeit dagegen eher ruhig zu sein. Marius Fricker, Gemeindeschreiber von Möhlin, berichtet etwa von keinerlei solcher Auffälligkeiten der Gemeinde. Lediglich am Bahnhof gäbe es immer mal wieder Vorkommnisse im Bereich der Veloständer.

Auch in Frick weiss der Gemeindeschreiber Michael Widmer aktuell von keinen Beschädigungen: «Unsere Weihnachtsbeleuchtung ist vorwiegend entlang der Hauptstrasse. Dort herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen und selbst wenn jemand nachts um drei etwas zerstören wollen würde, wären die Chancen gross, dass es jemand sehen könnte.»

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