Kaiseraugst

Liebrüti Domus: Turm-Projekt geht in die nächste Phase

Seit Oktober steht das Profil, nun liegt das Baugesuch für den Liebrüti Domus auf.

Das Baugesuch für den Liebrüti Domus in Kaiseraugst liegt nach langer Planungsarbeit auf – 125 Wohnungen sollen entstehen

Schon zehn Monate stehen die Profile des Domus, des geplanten Wohnturms auf dem Kaiseraugster Liebrüti-Zentrum. Doch die Baugesuchsauflage liess auf sich warten (vgl. Box unten). Nun ist es allerdings soweit: Seit Ende der vergangenen Woche und noch bis zum 6. September liegt das umfangreiche Baugesuch auf der Kaiseraugster Bauverwaltung auf.

Geplant ist ein Turm, der die im Gestaltungsplan maximal erlaubte Höhe ausschöpft. Auf dem bestehenden Zentrum sollen 19 Turmgeschosse entstehen. Der Domus wird damit rund 60 Meter hoch und überragt damit die bestehenden Gebäude der Liebrüti-Überbauung. Insgesamt finden im Turm 125 Wohnungen Platz, 45 von ihnen entsprechen den Anforderungen an Alterswohnungen. Dies entspricht einer Quote von 36 Prozent. Bei den 125 Wohnungen handelt es sich um Studios, 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen. Als Bausumme sind 57 Millionen Franken veranschlagt, wie aus dem Baugesuch hervorgeht.

Im Rahmen der Projektüberarbeitung in Zusammenarbeit mit dem externen Fachexperten Walter Tschudin aus Brugg ist der Turm im Vergleich zu einem ersten Projekt gewachsen, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Im 9. Stock ist ein neues Infrastrukturgeschoss eingeplant, in dem auch ein zweiter Gemeinschaftsraum mit Balkon für die Bewohner – speziell die Bewohner der Alterswohnungen – vorgesehen ist. Dadurch wurde gleichzeitig erreicht, dass der Domus die anderen Liebrüti-Gebäude überrage und dadurch das neue Zentrum markiere, wie es in einer Stellungnahme des Fachexperten heisst.

Rahmenbaubewilligung mit Auflagen

Da es sich beim Domus-Neubau um ein komplexes Projekt handelt, sind auch jetzt noch nicht alle Details ausgearbeitet. Vorgesehen ist deshalb aufgrund des nun vorliegenden Baugesuches eine Rahmenbaubewilligung mit Auflagen zu erteilen. Dies ermögliche der Bauherrschaft eine Planungssicherheit, um die anstehenden Aufgaben zu erledigen, wie Gemeindepräsidentin Françoise Moser sagt. Dieses Vorgehen wird auch in Walter Tschudins Stellungnahme erwähnt. 

So soll etwa das Fassadenkonzept im Rahmen der weiteren Bearbeitung des Projekts vertieft werden. «Gesichert durch eine Baugesuchsauflage», wie es im Bericht des Fachexperten heisst. Wesentliche Punkte zur Optimierung der Fassadengestaltung seien bereits aufgenommen worden. Tschudin spricht in seinem Bericht von einer «prioritären horizontalen Bänderung mit einer einheitlichen sekundären Vertikalstruktur von Fenster- und Fassadenanteilen». Die beiden obersten Turmgeschosse bildeten zudem durch eine Differenzierung der Bänderung einen Abschluss des Turmbaus.

Wie Françoise Moser sagte, ist noch während der Auflagefrist seitens der Eigentümerschaft eine Informationsveranstaltung geplant. Das Datum wird noch bekannt gegeben. Nicht Bestandteil des nun aufliegenden Baugesuchs ist das Liebrüti-Hallenbad, das saniert werden soll.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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