Maya Skillman hat Airbnb als Gast kennen gelernt und auf Reisen in Island und England jeweils Übernachtungen gebucht. «Da kam mir die Idee, dass wir auch unser Gästezimmer vermieten könnten», so die Magdenerin. Zumal die Söhne das Elternhaus verlassen hatten und darum mehr Platz zur Verfügung stand.

Seit einigen Jahren bietet sie nun ein Zimmer für zwei Personen an. Das Zimmer kostet im August für zwei Personen 70 Franken pro Nacht. Hinzu kommt eine Servicegebühr von 10 Franken. Sie vermiete es nicht wegen der Einnahmen, wie sie sagt, «sondern weil es Spass macht, neue Leute kennen zu lernen».

Und so hat Skillman schon die unterschiedlichsten Leute beherbergt. Studentenpaare, Velotouristen, Menschen, die Verwandte in der Nähe besuchen, oder Teilnehmer einer grösseren Töff-Tour. «Dabei habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht», sagt sie. Und: «Die Gäste erzählen immer gern von sich. So entstehen interessante Gespräche.»

Das Zimmer für die Gäste befindet sich im Souterrain, gleich nebenan haben sie ein Badezimmer für sich. Wohnzimmer und Küche teilen sich die Skillmans jedoch mit ihren Gästen. «Das Frühstück gibts am Küchentisch», so Maya Skillman.

Und im Sommer können die Gäste auch den Garten samt Pool mitnutzen. Und so freut sich Skillman immer über Buchungen, auch wenn sie eher unregelmässig Anfragen erhält. Bei allen positiven Erfahrungen stört sie jedoch eines: «Airbnb wird immer kommerzieller.» Es gebe immer mehr Anbieter, die eigens Wohnungen oder Häuser anmieteten, um sie dann zu vermieten. «In meinen Augen entspricht das nicht mehr dem ursprünglichen Sinn der Plattform, wo man bei den Gastgebern zu Hause war.»