Mettauertal

Mit Biss und viel Action: Im Theater Hottwil geht es um turbulente Familiengeschäfte

Bei der Komödie des Theaters Hottwil steht ein grosses Ensemble mit drei Nachwuchsdarstellern auf der Bühne.

Es geht in der neuen Produktion der Spielleute Hottwil ein bisschen so zu wie mitunter im richtigen Leben einer grossen Familie. Nach und nach kommen gut gehütete Geheimnisse und kleine Betrügereien ans Licht und die Fassade der heilen Welt bröckelt nach und nach. Premiere des Stücks «Familiengeschäfte – Lauter ehrliche Betrüger» ist am Freitag, 13. März, um 20 Uhr.

Die Basis vom Stück liege in der menschlichen Unvollkommenheit, berichtet Marc Frey, der in diesem Jahr zum zweiten Mal die Regie übernommen hat, an einem Pressegespräch im Vorfeld der sieben im März zu sehenden Aufführungen. «Man kann zwar lachen, aber es steckt viel mehr dahinter», berichtet er. Wer hat was zu verbergen, wie geht es mit der Familie und dem Familiengeschäft weiter und kann Roger, dem Moral und Werte noch etwas bedeuten, die Firma und die Familie retten?

Abwärtsspirale dreht sich immer schneller

Die Abwärtsspirale dreht sich jedoch immer schneller und ist nicht mehr aufzuhalten. Dabei ergeben sich spannende Konstellationen. Ein bisschen wird dabei auch der bürgerlichen Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Das verspricht viel Action auf der Bühne und bedeutet für die Darsteller eine grosse Herausforderung, zumal die Szenen und Dialoge in dem rund zweistündigen Stück fliessend ineinander übergehen. In rund 50 Proben wurde das Stück erarbeitet. Gespielt wird in einem einzigen, allerdings zweistöckigen Bühnenbild, was auf der kleinen Bühne nicht ganz einfach zu realisieren war. 

13 Mimen, von jung bis alt, stehen heuer auf der Bühne. «Es freut uns ganz besonders, dass wir für die Produktion mehrere junge Vereinsmitglieder mit einbeziehen konnten», stellte Christa Leber, Präsidentin vom Theaterverein Spielleute Hottwil, erfreut fest. Noemi Lakatos, Tehya Senn und Sebastian Leber sind die neuen jungen Darsteller.

Vom Spielleute-Team werden weiter Robert Keller, Christa Leber, Sabrina Müller, Franziska Winter, Mirjam Müller, Käthi Keller und Rolf Gärtner mit von der turbulenten Partie sein. Trotz des grossen Pools an potenziellen Mimen aus den eigenen Reihen werden drei externe Darsteller mit auf der Bühne stehen: Beat Wormstetter spielt als Roger, Schwiegersohn des Firmengründers und neuer Geschäftsführer des Familienunternehmens, eine führende Rolle.

Ins Schweizerdeutsche übertragen

Ihm zur Seite steht als seine Frau Christa Leber. Thomas Krebs – er verkörpert den Bruder von Roger – kommt ebenfalls von aussen zum Ensemble. Und da ist noch Salvatore Cardella, ein «echter» Italiener, der gleich in fünf Rollen von italienischen Geschäftsleuten schlüpft. «Wir wollten unbedingt für diese Rolle einen Darsteller haben, der wirklich italienisch spricht», betonen Christa Leber und Marc Frey.
Das Stück wurde vom englischen Autor Alan Ayckbourn verfasst.

Er hat bisher rund 80 Stücke geschrieben und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Ayckbourn zählt zu den populärsten Gegenwartsdramatikern Grossbritanniens. Marc Frey hat mit Genehmigung vom Rohwohlt Theater Verlag das Stück in eine Schweizerdeutsche Version umgeschrieben. Denn das Stück wurde zwar schon offiziell in etliche Sprachen übersetzt, aber eine Schweizer Fassung war noch nicht dabei, berichtet Frey.

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