Frick

Mit der Überbauung Lammet hält der Fricktaler Bauboom an

Mehrfamilienhäuser prägen einen Teil der Überbauung im Fricker Lammet-Areal.  Visualisierung/KMP-Architektur AG.

Mehrfamilienhäuser prägen einen Teil der Überbauung im Fricker Lammet-Areal. Visualisierung/KMP-Architektur AG.

Das Baugesuch für die Megaüberbauung in Frick liegt seit heute öffentlich auf.

Das Wohnen der Zukunft versprechen die Investoren und Planer der Überbauung Lammet in Frick – auf der grünen Wiese, aus einem Guss, durchdacht bis ins kleinste Detail.

Ab Freitag, 2. Oktober, können sich alle bei der Abteilung Bau und Umwelt darüber informieren, welch grosser Wurf auf dem 2,5-Hektaren-Areal hinter der Bahnlinie geplant ist: Das Baugesuch der Bauherren, dem Konsortium Lammet Frick, liegt öffentlich auf. Sie sind in zwei Bundesordnern abgeheftet.

Jede Menge Material – kein Wunder bei einem Projekt dieser Dimension: 98 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, 25 Reihen- und 10 Doppeleinfamilienhäuser. Somit sind es total 133 Wohneinheiten – alles zum Verkauf vorgesehen. Das Areal befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Firma Stahlton in Frick und basiert auf dem rechtsgültigen Gestaltungsplan mit total zwölf Baufeldern.

Baubewilligung bis Anfang 2021 möglich

Schon seit vier Jahren war es sichtbar, dass im Westen Fricks neuer Ortsteil Form annimmt. Die Erschliessungsarbeiten begannen 2016 und gingen im Frühjahr zu Ende. Die Lärmschutzwand entlang der Bahn­linie entstand, auf dass es die künftigen Bewohner leiser haben. Und seit einiger Zeit künden die in den Himmel ragenden Bauprofile davon, dass es auf Lammet bald starten könnte. «Wir gehen davon aus, dass eine Baubewilligung bis Anfang 2021 möglich ist», sagt Harri Widmer, Leiter Bau und Umwelt der Gemeinde Frick. Schon viele Details hätten im Rahmen einer Sondernutzungsplanung geklärt werden können.

«Der Gemeinde Frick gefällt vor allem, wie der Entwurf Gewässer, Baumalleen und Grünflächen mit einbezieht sowie die Wohnhöfe mit ihren Spiel-, Freizeit- und Gemeinschaftsangeboten», sagt Widmer.

Den Beschrieben der mit dem Bau beauftragten KMP-Architektur AG aus Wettingen zufolge ist es ein Projekt, bei dem nichts dem Zufall überlassen wird. Bis hinunter zur Farbgestaltung der Fassaden in «warmen, dezent spielerisch eingesetzten Tönen» ist alles geregelt. «Sämtliche Aspekte des Lebens und der Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner wurden sorgfältig überlegt und planerisch umgesetzt. Es ist Vielfalt statt Monotonie», sagt Nerma Prohic, Leiterin Architektur bei KMP. Bis zu 500 Neu-Fricker sollen es einmal sein, wenn das Gesamtareal bebaut ist.

Das aktuell aufliegende Baugesuch reizt die höchstmögliche Verdichtung bis auf eine kleine Reserve aus. «Die Dichte ist unseres Erachtens für das Quartier und für die eher ländlich geprägte Zentrumsgemeinde Frick angemessen», sagt Widmer.

Zumindest müssen sich die Lammet-Bewohner den Platz nicht mit Autos teilen. Denn sie parkieren unter der Erde, in Tiefgaragen. Oberirdische Parkplätze gibt es nur für Besucher. In den Häusern braucht es auch keinen Raum für Heizungen. Fernwärme versorgt die Liegenschaften. Die stammt vom Areal des Unternehmens Stahlton.

Fragezeichen bei ­Bebauung der zweiten Hälfte

Für sechs der total zwölf Lammet-Baufelder liegt von heute bis zum 2. November das Baugesuch auf. Was die zweite Hälfte des Areals betrifft, ist Widmer zurückhaltend: «Wir gehen nicht davon aus, dass hier sehr schnell weitere Baugesuche eingereicht werden», sagt der Leiter von Bau und Umwelt der Gemeinde. Der Immobilienmarkt sei zwar ein Wachstumsmarkt, aber dann doch irgendwann einmal gesättigt.

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