Selbstüberschätzung

Nach Horrorunfall: «Die Leute können den Schlitten meistens nicht so steuern, wie sie wollen»

So Schlitteln Sie sicher

So Schlitteln Sie sicher

Schlitteln ist ein unkomplizierter Wintersport, der vor allem eines machen soll: Spass. Doch jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Unfälle. Beachten Sie deshalb folgende drei Tipps der bfu: Richtige Ausrüstung, richtige Technik und richtiges Verhalten. Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.schlitteln.bfu.ch

Der Schlittelunfall von Zeiningen ist kein Einzelfall: Jedes Jahr kommt es in der Schweiz zu rund 7000 solchen Unfällen. Im Ratgeber der Beratungsstelle für Unfallverhütung finden sich einige Tipps, damit es nicht so weit kommt.

So schwere Schlittelunfälle wie am Samstag in Zeiningen gibt es im Aargau zum Glück selten. Trotzdem wird die Gefahr einer Schlittenfahrt oft unterschätzt. Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) gibt es in der Schweiz jedes Jahr rund 7000 Unfälle.

Die häufigste Unfallursache: Schlitteler sind zu schnell unterwegs und überschätzen die eigenen Fähigkeiten. 

"Die Leute können den Schlitten meistens nicht so steuern, wie sie das wünschen", sagt Benedikt Heer, Schlittel-Experte von der bfu zu TeleM1. Die Folge: Ein Sturz oder gar eine Kollision mit einem anderen Schlitten oder einem festen Hindernis.

Die bfu gibt deshalb einen Ratgeber für sicheres Schlitteln heraus. Das Wichtigste dabei: «Wählen Sie Hänge und Wege, bei denen Sie auf keine Hindernisse wie Mauern, Zäune, Fussgänger, Skifahrer oder Motorfahrzeuge treffen.»

Schlittelunfall in Zeiningen: Drei Kinder bei Kollision mit Auto verletzt (21. Januar 2017)

Horrorunfall beim Schlitteln in Zeiningen (22. Januar 2017)

Kleinere Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt schlitteln, alle anderen sollten Folgendes beachten: «Beim Schlitteln sollte man sich an Verhaltensregeln halten, wie beispielsweise Rücksicht auf andere und das Anpassen der Geschwindigkeit und der Fahrweise an das Können», sagt Marc Bächler von der bfu.

Von sogenannten «Füdlibobs» rät die Beratungsstelle ab: «Die bfu empfiehlt den Rodel, da dieser gut lenkbar ist und auf Eis und in Kurven nicht wegrutscht.»

«Kluge Köpfe schützen sich»

Bächler rät weiter: «Tragen Sie einen Schneesporthelm und Schuhe mit Bremshilfe. Schlitteln Sie zudem auf markierten, hindernisfreien Wegen.» Das Motto «Kluge Köpfe schützen sich» gelte auch beim Schlitteln. Die fünf wichtigsten Tipps der bfu, um sicher im Tal anzukommen:

  • Verwenden Sie auf Schlittelwegen einen Rodel. Er ist besser steuer- und bremsbar als ein Holzschlitten.
  • Lassen Sie Kinder bis ca. 8 Jahre nicht unbeaufsichtigt schlitteln.
  • Machen Sie sich mit der Brems- und Lenktechnik Ihres Schlittens vertraut.
  • Verzichten Sie vor und während des Schlittelns auf Alkohol.
  • Nehmen Sie auf Schlittelwege keine Hunde mit. (af/pz)


So wird sicher geschlittelt

So wird sicher geschlittelt

Das Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) warnt vor wildem Schlitteln.

Meistgesehen

Artboard 1