Schupfart

Neu gibts am Festival ein Glas Whisky zu Country und Rock

Noch steht erst der Rohbau: OK-Präsidentin Doris Müller freut sich auf die Whisky-Lounge.

Noch steht erst der Rohbau: OK-Präsidentin Doris Müller freut sich auf die Whisky-Lounge.

Der Aufbau des Schupfart Festivals läuft dank treuen Helfern nach Plan. Eine Neuerung gibt es am Festivalsamstag – Eine Whisky-Lounge soll die «Country-Rock-Night» ankurbeln. Doch das Sorgenkind des Grossanlasses erhält Konkurrenz aus Gstaad.

Die ersten Gäste sind schon da. Auf einer Wiese auf dem Schupferterberg stehen ein halbes Dutzend Wohnwagen. Auf dem Areal nebenan, dem Flugplatz, herrscht emsiges Treiben: Die Aufbauarbeiten für das diesjährige Schupfart Festival vom Wochenende laufen auf Hochtouren.

«Wir sind dem Zeitplan sogar etwas voraus», sagt OK-Präsidentin Doris Müller mit einem Lachen. «Wir denken jedes Jahr, dass es schneller eigentlich nicht mehr geht – und schaffen es dann im nächsten Jahr doch wieder.»

Die Festhalle steht bereits, heute Donnerstag werden unter anderem die Ton- und Lichttechnik im Bühnenbereich angebracht sowie die Essstände aufgebaut und eingerichtet. Täglich rund 30 Helfer des VeloMoto-Clubs Schupfart sind während des Aufbaus auf Platz. Unterstützt wird der Verein von rund einem Dutzend Zivilschutzmitgliedern.

Anlass hat Mitglieder zusammengeschweisst

«Die meisten Helfer aus dem Verein sind seit Jahren beim Aufbau dabei, einige sogar seit der ersten Durchführung des Festivals vor fast 40 Jahren», sagt Müller. Und noch länger, denn: Zuvor hatten sie etwa beim Motocross mitgeholfen, für das Schupfart zwischen 1967 und 1981 bekannt war. Einige der Helfer nehmen sogar extra Ferien für den Auf- und Abbau. Andere arbeiten jeweils nach Feierabend noch mit.

«Der Anlass wird von den Mitgliedern gemeinsam getragen», sagt Müller. Das Organisieren der Grossveranstaltung habe die Vereinsmitglieder zusammengeschweisst. Es ist «ein Gefühl der Zusammengehörigkeit», das sich auch auf die jüngere Generation überträgt und für Helfernachwuchs sorgt. Und das auch die Präsidentin schon immer fasziniert hat. «Jeder macht, was er kann. Wir sind wie eine grosse Familie», sagt sie.

Besucher entscheiden sich spontan für einen Anlass

Der Vorverkauf laufe vergleichbar mit dem vergangenen Jahr. Damals kamen an den drei Tagen insgesamt gut 10'000 Besucher ans Festival. «Was sich immer stärker bemerkbar macht, ist die heutige Spontanität der Menschen», sagt Doris Müller. «Viele kaufen ihre Tickets erst in den letzten Tagen vor dem Festival oder erkundigen sich, ob sie auch die Tageskassen nutzen können.» Können sie – denn kein Abend wird schon im Vorverkauf ausverkauft sein. Wobei Müller mit den Zahlen trotzdem zufrieden ist.

Das Sorgenkind bleibt allerdings die «Country-Rock-Night» am Samstag. Das Genre Country darbt hierzulande. Die Veranstalter haben daher rockige und poppige Elemente eingebaut, dieses Jahr etwa mit der Band «Mustang Sally». «Sie schlagen auch rockige und laute Töne an», sagt Müller.

Whisky-Lounge auf Holzpaletten

Bisher zeigte die Massnahme allerdings «wenig Wirkung», wie Müller sagt. Wobei eine Beurteilung in diesem Jahr erschwert ist, weil mit der «Country Night» in Gstaad gleichzeitig eine grosse Konkurrenzveranstaltung stattfindet. Trotzdem machen sich die Organisatoren natürlich Gedanken zur Zukunft des Festivalsamstags. Auf die anstehende Ausgabe hin haben sie sich eine Neuerung überlegt: Im hinteren Teil der Konzerthalle wird eine Whisky-Lounge auf Holzpaletten eingerichtet, wo rund ein Dutzend verschiedene Whiskys ausgeschenkt werden sollen.

Die Vorfreude ist Doris Müller anzuhören, wie sie von den Vorbereitungen erzählt, darbendes Country-Genre hin oder her. «Wichtig ist, dass wir am Festival viele glückliche Gesichter sehen», sagt sie.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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