Rheinfelden

Neue Tafeln warnen Rheinschwimmer in Rheinfelden

Ueli Urwyler, Béa Bieber und Richard Graf (v.l.) stellen die neue Hinweistafel auf dem Inseli vor.

Ueli Urwyler, Béa Bieber und Richard Graf (v.l.) stellen die neue Hinweistafel auf dem Inseli vor.

Die Stadt Rheinfelden macht an vier Stellen mit Hinweistafeln auf die Gefahren beim Schwimmen im Rhein aufmerksam. Gleichzeitig hat das Gesundheitsforum einen Informationsflyer für Schulen erstellt.

Der Rhein lud am Dienstagnachmittag nicht zum Bade, als zwei Mitarbeiter des Werkhofs auf dem Rheinfelder Inseli die neue Hinweistafel anbrachten. Auch beim Standbad, beim Messerturm und der Rheintreppe im Stadtpark Ost machen bald Tafeln macht auf die Gefahren beim Schwimmen im Rhein aufmerksam.

Auf Initiative des Gesundheitsforums Rheinfelden habe der Stadtrat beschlossen, an vier Stellen am Rhein Warntafeln aufzustellen, erklärte Stadträtin Béa Bieber an einer Medienorientierung auf dem Inseli. Grundsätzlich sei zwar noch immer jeder Rheinschwimmer für sich selbst verantwortlich, sagte Bieber.( Dennoch wolle die Stadt die Bevölkerung und die Gäste mit einer Präventionsaktion auf die gefährlichen Stellen im Rheinfelder Rheinabschnitt hinweisen. «Denn die Gefahren beim Schwimmen im Rhein werden häufig unterschätzt», so Bieber.

Die vier Hinweistafeln wurden in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) erstellt. Die Stadt zog auch den Rheinrettungsdienst bei. Richard Graf, Chef des Rheinrettungsdiensts, war nach eigenen Angaben zuerst skeptisch: «Ich befürchtete, die Hinweistafeln könnten genau das Verhalten fördern, das wir verhindern wollen.» Doch die jetzt aufgestellten Tafeln würden ihren Zweck erfüllen, ist Graf überzeugt.

An jedem Standort zeigt eine Detailkarte die Gefahrenbereiche in diesem Rheinabschnitt, die nicht durchschwommen werden sollen. Beim Inseli zum Beispiel sind dies das Sankt-Anna-Loch und die Stelle, wo Wagemutige von der Rheinbrücke in der Rhein hechten. Auch auf die Personenschifffahrt muss hier geachtet werden. Beim Messerturm müssen die Rheinschwimmer Abstand vom Kehrwasser im Uferbereich halten. Die Tafeln schlagen zudem eine einfachere Strecke und eine andere für geübte, ortskundige Schwimmer vor.

Informationsflyer für Schulen

Gleichzeitig hat das Gesundheitsforum Rheinfelden mit Unterstützung des Kantons Aargau einen Informationsflyer erstellt, der Gefahren-Hinweise für das Rheinschwimmen in Rheinfelden und allgemeine Baderegeln enthält. Dieser Flyer wird laut Stadträtin Béa Bieber in der kommenden Woche in allen Rheinfelder Schulen verteilt. «Wenn wir einen tödlichen Unfall in den nächsten 30 Jahren verhindern können, hat sich die Aktion bereits gelohnt» sagte Ueli Urwyler, Präsident des Gesundheitsforums.

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