Möhlin

Neue Toilette für campierende Fahrer: In der Bäumlimattstrasse gibt es endlich weniger Dreck

Weniger Hinterlassenschaften und Müll in der Bäumlimattstrasse. DKA/Archiv

Weniger Hinterlassenschaften und Müll in der Bäumlimattstrasse. DKA/Archiv

Die Situation in Möhlin hat sich nach den Massnahmen der Gemeinde deutlich verbessert. Langzeit- und Wochenendcampieren ist seit letzem Jahr hier verboten.

Lange Zeit war die Bäumlimattstrasse in Möhlin ein Ärgernis. So manch ein 40-Tönner rollt werktags über die Strasse im Möhliner Industriequartier, an der unter anderem mehrere grosse Logistik- und Transportunternehmen liegen. Das Problem: Immer wieder parkierten Chauffeure von Speditionsunternehmen, zumeist aus dem osteuropäischen Raum, über das Wochenende auf der Bäumlimattstrasse – weil sie erst am Freitagabend ausserhalb der Betriebszeiten der Unternehmen ankamen und so ihre Ware nicht mehr abliefern konnten oder bis Montagmorgen auf ihre Ladung warten mussten.

Weil die campierenden Chauffeure auch am Wochenende ihr Geschäft erledigen mussten, kam es neben Littering auch immer wieder zu anderen unschönen Hinterlassenschaften in den naheliegenden Wald­gebieten. Zum Ärger von Spaziergängern – und auch des Gemeinderats. «Es bedeutet einen Mehraufwand für die Gemeinde, die entsprechenden Gebiete sauber zu halten», sagte Gemeinderat Thommy Freiermuth vor rund einem Jahr gegenüber der AZ.

Jetzt aber gibt es gute Nachrichten. Im vergangenen Jahr nämlich wurde die Bäumlimattstrasse umfassend saniert und mit einem neuen Belag versehen. Im Rahmen dieser Arbeiten hat die Gemeinde auch Massnahmen gegen die unschöne Situation mit den parkierten Lastwagen ergriffen. So wurden etwa die Parkplätze reduziert und die erlaubte Parkzeit gemäss Beschilderung auf zwei Stunden beschränkt. «Somit fallen die Langzeit- und Wochenend­parkierer weg», sagt Gemeindeschreiber Marius Fricker. Das zeigt Wirkung. Zwar gäbe es noch immer Hinterlassenschaften, aber: «Die Menge hat sich reduziert, ohne dies genau beziffern zu können», so Fricker.

Ausserdem hat die Gemeinde jüngst eine weitere Massnahme ergriffen. Im hintersten Teil der Bäumlimattstrasse beim Übergang zum Feldweg wurde eine Toilettenkabine aufgestellt. Darauf hatte die Gemeinde in der Vergangenheit aus Angst vor einem Vandalenakt verzichtet. Nun steht das mobile Toilettenhäuschen vorerst einmal für eine Probezeit von drei Monaten. «Danach findet eine erneute Lagebeurteilung durch die Gemeinde statt», sagt Fricker.

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