Fricktaler Kammerorchester
Neues Ensemble feiert Premiere

Im Fricktal gibt es mit dem Fricktaler Kammerorchester ein neues Musikensemble. Das erste Konzert ist gelungen.

Martin Binkert
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Das Musikensemble überzeugte bei seinem ersten Konzert. Martin Binkert

Das Musikensemble überzeugte bei seinem ersten Konzert. Martin Binkert

Martin Binkert

Es müssen nicht immer grosse Konzertsäle sein, um gute Musik zu hören: Diese Woche war bei Innenausstattungs-Geschäft «Schmid Wohnen» in Gipf-Oberfrick der letzte Platz für die Premiere des Fricktaler Kammerensembles besetzt. Nicht nur das aus dem Fricktaler Sinfonieorchester entstandene Kammerensemble war neu, sondern für fast alle auch der Dirigent. Denn Peter Stocker ist mit seiner bewohnten Galerie Artune in Frick eigentlich als Architekt bekannt.

Wie im eigenen Wohnzimmer

Der musikalische Auftakt als Kammermusikformation ist mehr als gelungen. Zur Eröffnung stimmten vier Streicher die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Wolfgang Amadeus Mozart Quartett KV 156 auf diesen Abend ein. Dann erschien das ganze Orchester; ergänzt mit Kontrabass, Klavier, Waldhorn, Fagott, Oboe und Schlagwerk. Nach dem Stück des französischen Komponisten Maurice Ravel, «Pavane pour une infante défunte», folgte der Höhepunkt des Abends: Im vierten Satz der vierten Sinfonie von Gustav Mahler berührte und verzauberte Solistin Corinne Ackermann mit ihrer ausdrucksstarken Sopranstimme.

Bekannte Melodien aus dem «Kaiserwalzer» von Josef Strauss liessen das Publikum die Zeit vergessen und rundeten das Konzert ab. Die Atmosphäre bei «Schmid Wohnen» liess die Zuhörer beinahe vergessen, dass sie nicht im eigenen Wohnzimmer sind.

Ein Architekt als Dirigent

Peter Stocker, der zuerst in Zürich und im deutschen Freiburg Klarinette und Dirigieren studiert hatte, bevor es ihn in die Architektur zog, setzte gezielt seine Akzente. Die Musik hat ihn wieder: «Ja, ich würde sehr gerne meine frühere Tätigkeit als Dirigent in einem kleinen Rahmen wieder aufnehmen», sagte er. Dabei können es verschiedene Formationen sein. Denn diese Formation wurde speziell für das Konzert in Gipf-Oberfrick und für das Festival «Aarau klingt» am 4. November zusammengestellt. «Es werden zukünftig weitere Konzerte in Kammerformation mit wechselnder Besetzung folgen», sagte Stocker gegenüber der AZ.

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