Bad Säckingen (D)
Nicht genügend Geld und Helfer: Dieses Jahr finden keine Rennen für die Mountainbiker statt

Die Gold Trophy Sabine Spitz in Bad Säckingen fällt dieses Jahr aus. Veranstalter Ralf Schäuble nennt finanzielle und organisatorische Probleme als Gründe für die Entscheidung.

Felix Held
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2017 waren Topathletinnen am Start, 2018 fällt das Rennen aus.

2017 waren Topathletinnen am Start, 2018 fällt das Rennen aus.

Hrvoje Miloslavic;Hrvoje Milosla

Sie war das Aushängeschild im sportlichen Veranstaltungskalender von Bad Säckingen: Die Gold Trophy Sabine Spitz.

2017 war zum Mountainbikerennen bereits zum sechsten Mal die Weltelite des Sports – neben der Namensgeberin unter anderem auch die Schweizer Topathletinnen Jolanda Neff, Esther Süess und Kathrin Stirnemann – am Start. 2018 wird es nun aber keine weitere Auflage des Rennens geben, kündigte Veranstalter Ralf Schäuble an. Ob es 2019 weitergeht, steht noch in den Sternen.

Für die Entscheidung gebe es vor allem zwei Gründe, sagte Schäuble. Einerseits sei «die Finanzierung schon im vergangenen Jahr eine Gratwanderung» gewesen. «Ausserdem ist es schwierig, die nötige Manpower zu finden.»

So sei es nicht einfach, genügend Helfer für das Event aufzutreiben. Im vergangenen Jahr habe das zwar «schon irgendwie funktioniert», das ganze sei aber «grenzwertig» gewesen, bedauert Schäuble, Ehemann und Manager der Namensgeberin. Zudem hingen die beiden Probleme zusammen: «Mit Geld kann man viel lösen, aber mit vielen Personen braucht man auch nicht so viel Geld.»

Neuausrichtung möglich

Grundsätzlich wolle er die Veranstaltung zwar in Bad Säckingen erhalten, doch das hänge davon ab, «ob sich Leute und Sponsoren finden, die da mitziehen». Vor allem die Unterstützung der Stadt Bad Säckingen – auch in finanzieller Hinsicht – sei elementar wichtig für die Zukunft des Rennens.

Für 2018 hatte der Gemeinderat insgesamt 30 000 Euro Förderung zugesagt. Dies entspricht der Summe von 2017. Bürgermeister Alexander Guhl sagte, die Stadt sei grundsätzlich bereit, die Veranstaltung auch weiterhin wie bisher zu unterstützen, wenn es 2019 zu einer Neuauflage kommen sollte.

2017 sei man mit der Aussendarstellung zufrieden gewesen. Wichtig sei der Stadt, dass die Veranstaltung auch überregional medial begleitet werde. «Es ist etwas ungerecht, man hat den Eindruck, mittlerweile gibt es medial nur noch Fussball. Viele andere Sportarten werden gar nicht mehr berücksichtigt, das ist schade», so Guhl.

Nur mit der Unterstützung durch die Stadt ist es aber nicht getan. Ein Sponsor sei für 2018 abgesprungen, so Schäuble. Ein weiterer sei mit seinem Engagement 2017 ebenfalls nicht zufrieden gewesen.

Für regionale Sponsoren sei es wohl ein Problem, dass durch die internationale Ausrichtung des Rennens auch ein solches Publikum angezogen werde. So werde der Namen Bad Säckingen zwar europaweit in der Szene bekannt, aber es fehlten aber die Zuschauer aus der Region. Deswegen wolle er sich nun auch überlegen, wie das Rennen in Zukunft in diese Richtung weiterentwickelt werden könnte, so Schäuble.

«Wir überlegen, wie wir es zu einem Familienevent machen können, um auch unsere Sponsoren bessern ansprechen zu können.» Die Entscheidung, ob es 2019 mit dem Rennen weitergeht, müsse dann bis Oktober fallen.

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