Alle Stühle im Rathauskeller waren besetzt, als Béa Bieber, stellvertretend für die drei organisierenden Ortsparteien Grüne, GLP und SP, die rund 40 Teilnehmer am offenen Austausch zum Regionalen Entwicklungskonzept (REK) von Rheinfelden begrüssen konnte. «Raumentwicklungskonzepte sind wichtige Entscheidungsgrundlagen für die langfristige Raumentwicklung. Siedlungen und ihre Infrastruktur mit wenig Bodenverbrauch und wirtschaftlich tragbar zu entwickeln, auch für nachfolgende Generationen, ist das Ziel», sagte Bieber und schob nach: «Partizipation durch Menschen, die vor Ort leben und arbeiten, ist bei einer solchen Planung sehr wichtig.»
Die Herausforderungen seien in der heutigen Zeit für ein gutes REK besonders gross: Klimawandel, Digitalisierung 4.0, Verkehr und Verdichtung sind nur einige Faktoren, die in die Raumplanung Eingang finden müssen.

Diskussion in Gruppen

Zu Beginn wurde den Teilnehmenden die bisherige Vorgehensweise beim REK-Prozess in Rheinfelden vorgestellt. Dann ging es für die Teilnehmenden in vier Gruppen an die Arbeit: Gemeinsam wurde diskutiert und festgehalten, welche Qualitäten Rheinfelden als Wohn- und Arbeitsort hat und wie diese aus der Optik der Teilnehmenden gestärkt werden könnten. In einem zweiten Schritt wurde zusammengetragen, was bei verdichtetem Bauen unbedingt aus Sicht der Teilnehmenden berücksichtigt werden muss. Nach rund zwei Stunden konnten die vier Leiter der Arbeitsgruppen den Inhalt der Diskussion dem Plenum vorstellen.
Klar kristallisierte sich heraus, dass Rheinfelden sehr viele Qualitäten zu bieten hat, die es zu erhalten und zu stärken gilt. Attraktive und gut vernetzte Quartiere, die durch Naturkorridore verbunden sind, sowie attraktive Rahmenbedingungen für Start-ups und innovative Wirtschaftsbetriebe wurden mehrfach als Ziele genannt.

Leuchtturmprojekte gefordert

Bauliche Leuchtturmprojekte sollen verteilt im ganzen Gebiet der Stadt entstehen. Die reiche Geschichte von Rheinfelden muss in der weiteren Entwicklung der Stadt berücksichtigt werden, jedoch gepaart mit innovativen Ideen, die auch die Bedürfnisse und Anforderungen der nächsten Jahre mit einbeziehen, forderten die Teilnehmer der Veranstaltung.
Bereits im April geht der REKProzess der Gemeinde weiter, und die Begleitgruppe wird ein nächstes Mal tagen. Die Resultate des offenen Austausches werden nun gebündelt dem Stadtrat und dem Planungsbüro vor diesem vierten Workshop im April zugestellt, damit die Erkenntnisse daraus ins Rheinfelder REK einfliessen können. (az)