Den neuen Pachtvertrag mit den Flugplatzbetreibern in Schupfart haben die Ortsbürger an der Gemeindeversammlung mit 57 zu 18 Stimmen zurückgewiesen. Nun muss der Pachtvertrag mit dem Aero-Club der Schweiz (AECS), Regionalverband Fricktal, neu ausgehandelt werden.

Lärmgebühr infrage gestellt

Der Votant, von dem der Rückweisungsantrag stammte, stellte unter anderem die Einnahmen aus den Lärmgebühren infrage.

Die Neuverhandlung wurde notwendig, da der bisherige Vertrag durch den Gemeinderat ordnungsgemäss gekündigt wurde und per 31. Dezember 2014 ausläuft. Der zurückgewiesene Vertrag war durch ein in Aviatik versiertes Advokaturbüro geprüft und als in Ordnung befunden worden.

Es nahmen 81 der 217 Stimmberechtigten an der Schupfarter Ortsbürger-Gemeindeversammlung teil. 

Der Gemeinderat von Schupfart und der Aero-Club wollten die Betriebszeiten auf dem Flugplatz ausweiten (az berichtete). Doch vor allem die Verlängerung der Flugzeiten an Sonntagen stiess bei Anwohnern auf Widerstand.

Zudem vermeldete die Aargauer Zeitung, dass die Ortsbürgergemeinde Alleineigentümerin der beiden Pachtgrundstücke sei und dass in den Nachbargemeinden nicht nach der Meinung gefragt werde, obwohl auch diese Bevölkerung den Fluglärm mittragen muss.

Ebenfalls haben im Fricktal anonyme Inserate gegen den Flugplatz Schupfart für Diskussionen gesorgt: Der Urheber des Protests versucht mit allen Mitteln Anhänger zu finden, im Widerstand gegen die «massive Belästigung». (hcw/az)