Aargauer Musikfest
Paraden unter der Sommersonne: 2000 Musikanten zu Gast in Laufenburg

Am zweiten Wochenende des Aargauer Musikfestes «Ohren auf!» kam bei Musikanten und Festbesuchern gute Stimmung auf.

Horatio Gollin
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Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Brass Band Feldmusik Nottwil
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Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Brass Band Feldmusik Nottwil
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" in Laufenburg
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Andreas Rothacher moderiert die Parade
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musik Frohsinn Oberburg
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musik Frohsinn Oberburg
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musik Frohsinn Oberburg
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musikgeselslchaft Ufhusen
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musikgeselslchaft Ufhusen
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musikverein Jonen
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musikverein Jonen
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musikverein Jonen
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Musikverein Jonen
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Zwei Juroren notieren ihre Wertungen.
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Zuschauer bei der Parade am Samstagnachmittag
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Gute Stimmung bei den Festbesuchern
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Gute Laune bei der Feldmusik Gunzwil (Luzern)
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" OK-Präseident Walter Marbot.
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Vortrag des Musikvereins Reitnau in der Stadthalle
Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Applaus für die Vorträge in der Stadthalle.

Kantonales Musikfest "Ohren auf!" Brass Band Feldmusik Nottwil

Horatio Gollin

«Bitte die Türen schliessen», erschallt es über Lautsprecher und Helfer kommen der Aufforderung nach, während unter den Besuchern in der Stadthalle Ruhe einkehrt. Während des Konzerts dürfen die Musiker nicht gestört werden, da es Teil des musikalischen Wettbewerbs beim Aargauer Musikfest «Ohren auf!» ist.

«Der Musikverein hat jetzt eine Minute für die Akustik-Probe.» Eine wahre Kakophonie ertönt von der Bühne, bevor das vor zehn Wochen der Formation mitgeteilte Aufgabenstück erklingt. Von einem Podest am Saalende blicken die drei Juroren über die mit Zuhörern gefüllten Stuhlreihen hinweg auf das Ensemble, um die Wiedergabe des Stückes zu bewerten. Nachdem der Applaus für den Vortrag endet, schwingen die Türen wieder auf. Neue Besucher kommen, andere gehen, während sich die Musiker auf ihr Selbstwahlstück als zweiten Vortrag vorbereiten. Dann heisst es wieder: «Bitte die Türen schliessen.»

Im Zeichen der Brass Bands

Am zweiten Festwochenende des Kantonalmusikfests gehören die Bühnen den Brass Bands. Und bei den vier Paraden auf der Marschstrecke auf der Basler Strasse zeigen 45 Formationen ihr musikalisches Können, wobei die dortigen Juroren auch das gemeinsame Marschieren bewerten. Nicht nur die Sommersonne bringt da den einen oder anderen Musikanten ins Schwitzen, sondern auch die gestrengen Blicke der Juroren, die den Marsch auf der 250 Meter langen Strecke begleiten. An den Strassenrändern und den Fenstern klatschen die Zuschauer den Takt mit und applaudieren den Brass Bands. Freunde und Verwandte fiebern dem Urteil der Juroren entgegen, das über Lautsprecher verkündet wird.

«Mein Fazit ist sehr positiv. Das Fest verläuft bis jetzt richtig gut», meint OK-Präsident Walter Marbot am Samstagnachmittag. Von den teilnehmenden Musikanten habe er nur positives Feedback zur Organisation des Musikfests bekommen. Besucherzahlen kann Marbot nicht nennen, da diese nicht gezählt werden. Aber alleine 2000 Musikanten treten am zweiten Wochenende auf, sodass über die sechs Festtage insgesamt mehr als 5000 Musikanten Laufenburg besuchten. Die festfreien Tage hatte das OK genutzt, Kleinigkeiten wie die Beschilderung zu verbessern, aber im Grossen und Ganzen stimmte das organisatorische Konzept, führt Marbot aus, der sich beim abschliessenden Festakt am Sonntag unter die 35 zu Ehrenden gesellen wird, da er der Stadtmusik Laufenburg seit nunmehr 50 Jahren angehört. Aber bevor Marbot richtig durchschnaufen kann, steht noch der Abbau am Montag und Dienstag bevor.

An Abwechslung fehlt es beim Musikfest nicht. Auf den Bühnen wird Unterhaltungsmusik gespielt und die lokale Gastronomie, Foodtrucks und von Vereinen betriebene Stände machen ein breites kulinarisches Angebot. «Bis jetzt sind wir die Zweitbesten bei der Parade», erklärt Luca Boog von der Feldmusik Gunzwil (Luzern). Auch beim Konzert gestanden die Juroren der Feldmusik die Punkte für einen möglichen zweiten Platz in der 2. Klasse Brass Bands zu. Vereinspräsident Hubert Küng meint: «Wir wären froh, wenn es dabei bliebe.» Doch bis Sonntagabend folgen noch drei Paraden und auch die Konzerte gehen weiter. Die Schlussranglisten werden dann auf der Website des Festes publiziert.

Musik näher bringen

«Super, es hat alles geklappt. Das Schönste ist, dass wir überall zufriedene Leute und Musikanten haben», bringt es OK-Vize-Präsident Michael Vögeli auf den Punkt. Auch Kurt Obrist, Präsident des Aargauischen Musikverbandes (AMV), ist mit dem Festverlauf zufrieden. «Das Ziel ist es, der Bevölkerung die Musik näher zu bringen. Es ist einzigartig, wie viele man da mit dem Musikfest ansprechen kann», sagt Obrist, der auch dem OK des Musikfests angehört.

Grosses Lob hat der AMV-Präsident auch für die Stadtmusik Laufenburg sowie die Musikgesellschaften Kaisten und Sulz übrig. «Für mich ist das Highlight, dass man das mit drei Musikgesellschaften organisieren kann. Das hat es noch nicht gegeben. Ein Verein alleine hätte so ein Fest nicht ausrichten können.»

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