Frick
Pfarrer Johannes Siebenmann ist der neue Kirchenmann

Mit einem festlichen Gottesdienst, der unter dem Symbol des Regenbogens stand, wurde Pfarrer Johannes Siebenmann von Vizedekan Peter Weigl am zweiten Adventsonntag in der Reformierten Kirche Frick in sein Amt eingeführt.

Ingrid Arndt
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Amtseinsetzung von Pfarrer Johannes Siebenmann (links) durch Vizedekan Peter Weigl im Beisein der Kirchenpflege in der reformierten Kirche in Frick. – Foto: ari

Amtseinsetzung von Pfarrer Johannes Siebenmann (links) durch Vizedekan Peter Weigl im Beisein der Kirchenpflege in der reformierten Kirche in Frick. – Foto: ari

Pfarrer Siebenmann war fast 11 Jahre im Freiamt, in der Kirchengemeinde Wohlen-Villmergen, tätig. Er engagierte sich dort auch politisch und kandidierte 2007 für die Nationalratsliste der EVP.

Fairness und christliche Grundwerte sind für ihn dabei stets Eckpfeiler seines Denkens. In Wohlen war er ein hochgeschätzter Gottesmann und auch er selbst hat sich dort ausgesprochen wohl gefühlt. Doch er strebte noch einmal eine neue Herausforderung an: «Wenn nicht jetzt, wann dann?», fragte er sich mit 54 Jahren. Seit dem 1. Oktober lebt er nun im Pfarrhaus in Gipf-Oberfrick und ist bereits in seinem neuen Umfeld aktiv.

Ein spannender Neuanfang

Herzlich begrüssten ihn Pfarrerin Verena Salvisberg sowie Kirchenpflegepräsident Patrik Hugo gestern Sonntag an der offiziellen Amtseinsetzung. Gemeinsam mit der Kirchenpflege installierten sie einen farbenprächtigen Regenbogen. Organist Johannes Fankhauser, ein Chörli, eine Ad hoc-Band unter Leitung von Marcel Hasler sowie die junge Solistin Tamara Utzinger begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Ein spannender Neuanfang sei dies für alle, unterstrich Vizedekan Peter Weigl in seiner Ansprache, bei dem der Regenbogen in seiner Vielfalt eine immense Bedeutung habe.

Lockere, aber tiefgründige Predigt

Locker, aber auch in die Tiefe gehend, war Pfarrer Siebenmann in seiner Predigt. Vielsagend lachend stellte er zu Beginn eine Sanduhr auf die Kanzel, die ihn zukünftig immer begleiten soll bei dieser Tätigkeit als sichtbares Zeichen für die Gottesdienstbesucher, dass er nach spätestens 10 Minuten alles Wesentliche und Wichtige gesagt haben müsse. In seiner Adventspredigt sprach er über Freiheit, über das bedeutungsvolle Licht des Regenbogens am Himmel, über Ziele und Richtungen, die er gemeinsam mit den Gläubigen finden will.

Kirchenpflegepräsident Patrik Hugo blickte in einem persönlichen Gespräch mit der Aargauer Zeitung noch einmal zurück auf die doch sehr lange Suche nach einem neuen Pfarrer: «Bewerbungen hat es viele gegeben, doch erst bei Johannes Siebenmann war klar: das ist der Richtige. Seine spontane Natürlichkeit, sein grosses Interesse für die Jugend, seine Offenheit und die fortschrittliche Gesinnung haben uns absolut überzeugt.»

Gute Aufnahme im Fricktal

Glücklich war Pfarrer Siebenmann über die herzliche Aufnahme in der Gemeinde vom ersten Tag an. Auch die Schönheit der Landschaft fasziniert ihn. Für alle Gläubigen will er versuchen, attraktive Angebote und neue Ausdrucksformen zu finden, damit die Menschen in ihrer Gemeinde eine Heimat finden, mit der sie sich voll identifizieren können. In einer sich ständig ändernden Welt mit den damit verbundenen Unsicherheiten sei dies sehr wichtig. Er möchte zum mitmachen motivieren, auch über die Ökumene hinaus, die ihm sehr am Herzen liegt.

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