Thomas Vetter
Präsident Jurapark Aargau: «Der Jurapark ist ein sehr komplexes Thema»

Seit fünf Monaten steht Thomas Vetter dem Jurapark Aargau als Präsident vor. Es ist für ihn sehr wichtig, dass er und sein Team die definierten Prozesse verstehen und sie auch leben

Susanne Hörth
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Thomas Vetter präsidiert seit fünf Monaten den Jurapark Aargau

Thomas Vetter präsidiert seit fünf Monaten den Jurapark Aargau

Am 7. November findet in Küttigen die erste Versammlung des Juraparks Aargau unter Leitung des neuen Präsidenten Thomas Vetter statt. Vorgängig äussert er sich über seine ersten Monate als «Parkpräsident»..

Herr Vetter, wenn Sie den Begriff Jurapark Aargau hören, welches sin spontan Ihre ersten Gedanken?

Thomas Vetter: Freude darauf angesprochen zu werden, Ich sehe unsere Naturlandschaft, Ich denke an unsere regionalen Produkte und ich denke daran, wie ich mein Gegenüber oder den Fragesteller von den Qualitäten des Parkes überzeugen kann.

Seit Juni stehen Sie dem regionalen Naturpark als Präsident vor. Was gehörte seither zu Ihren Hauptaufgaben?

Die Zeit war vor allem geprägt von Aktenstudium und dem Knüpfen von neuen und wichtigen Kontakten. Der Jurapark ist ein sehr komplexes Gebilde und es ist sehr wichtig, dass unser Team (Vorstand und Geschäftsstelle) unsere definierten Prozesse verstehen und leben. «Basisarbeit für alle» war also angesagt.

Am Samstag haben Sie beim Dorfrundgang in Zeihen, einem gemeinsam mit der Gemeinde und dem Jurapark organisiertem Anlass, teilgenommen? Warum ist ein solches Präsentsein vor Ort für Sie wichtig?

Ich habe nicht nur am Dorfrundgang teilgenommen, sondern bereits am Morgen während der «Zukunftswerkstatt» über den Jurapark kurz Auskunft geben dürfen.

Also ein gegenseitiges Informieren?

Ich will die Parkgemeinden kennenlernen. Nur wer Land und Leute kennt, weiss über die Befindlichkeiten und Bedürfnisse der Bevölkerung Bescheid. Ebenso ist es wichtig, dass die Leute mich kennenlernen und bei dieser Gelegenheit das Netzwerk beidseitig ausgebaut wird.

In der neuesten Ausgabe der Jurapark-Zytig machen Sie deutlich, dass es die Verantwortlichen schaffen müssen, den Jurapark spürbar zu machen. Die Leute würden zwar den Begriff Jurapark kennen, aber nicht wirklich wissen, was dahinter steckt. Dieses Spürbarmachen war auch Ihrem Vorgänger schon ein grosses Anliegen. Wie wollen Sie die Leute besser erreichen?

Für mich gibt es zwei wesentliche Faktoren, die wir angehen müssen. Zum einen müssen wir im naturnahen Tourismus wirklich interessante und buchbare Angebote entwickeln und es muss uns gelingen unsere Parkbewohner zu «Botschaftern des Juraparks» zu machen.

Und der zweite Punkt?

Das andere sind Auftritte an ausgewählten Messen und Märkten, mit der ganzen Angebotsbreite, die wir zu bieten haben sowie Auftritte in unseren Park- und Partnergemeinden. Hier unterscheide ich zwischen Führungen zu speziellen Themen in der Natur und der Erarbeitung von zukünftigen Projekten zwischen Park- oder Partnergemeinde und dem Jurapark.

Sie selbst leben inmitten des Parkgebietes. Sie könnten jetzt sagen, Ihr Wohn- und Lebensort war schon vor der Anerkennung des Juraparkes hier. Gibt es mit der Parkauszeichnung Dinge, die Sie heute viel bewusster wahrnehmen?

Ja. Es ist aber weniger Fauna und Flora, als vielmehr Dinge die unsere Natur - Kultur - und Landschaftswerte bedrohen oder negativ beeinflussen können. Mir fällt auch auf, dass ich viel mehr Wandergruppen wahrnehme, die unsere Gegend besuchen.

Wenn Sie rückblickend auf Ihre fünfmonatige Präsidialzeit ein Fazit ziehen, wie fällt dieses aus?

Ich ziehe ein durchaus positives Fazit. Wenn ich sehe, wo wir am 6. Juni gestartet sind und wo wir heute stehen, erfüllt mich das mit ein bisschen Stolz. Innerhalb unseres Teams pflegen wir einen sehr guten Umgang und konstruktiven Meinungsaustausch. Es freut mich, ein Bestandteil dieses erfolgreichen Teams zu sein.

Apropos Team. Der Geschäftssitz Linn liegt zwar im Parkgebiet, es wird teils bemängelt, dass er für den Publikumsverkehr etwas sehr abgelegen liegt. Gibt es Überlegungen, den Sitz an zentralere Stelle zu verlegen?

Es gibt bei uns keine Tabuthemen. Der momentane Sitz der Geschäftsstelle ist aus meiner Sicht nicht vorteilhaft. Es ist allerdings nicht das vordringlichste Thema, das wir bearbeiten müssen. Wir werden uns dieser Frage annehmen, sobald genügend Ressourcen vorhanden sind. Gedankenspiele dazu haben aber bereits stattgefunden.

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