Rheinbrücke

Projekt für Aufwertung: Der Rheinfelder Brückenkopf erhält ein neues Gesicht

Die Schützen Rheinfelden Immobilien AG will die Planungen zum Neubau beim Hotel Schiff wieder aufnehmen.

Die Schützen Rheinfelden Immobilien AG will die Planungen zum Neubau beim Hotel Schiff wieder aufnehmen.

Sowohl auf deutscher wie auch auf Schweizer Seite gibt es Projekte für eine Aufwertung an der alten Rheinbrücke. Nun wurde in Deutschland das Resultat eines Architekturwettbewerbs präsentiert. In der Schweiz soll derweil das Hotel Schiff zu einem Bijou werden.

Seit Jahren soll der Stadteingang von der alten Rheinbrücke her zum deutschen Rheinfelden aufgewertet werden. Gewünscht war stets eine neue Lösung für den Zollpavillon und das zugehörige Areal. Nun wurde das Resultat eines Architekturwettbewerbs präsentiert.

Im der Strasse zugewandten Teil des neuen Gebäudes soll der Zoll sitzen, dahinter gibt es Platz für die Gastronomie mit einem angeschlossenen Biergarten. Das berichtet die «Badische Zeitung». Geplant ist ein Pergola-Bau, an dessen Ende am Rhein Gäste und Touristen von einem Aussichtsturm die Aussicht auf Schweizer Rheinfelden geniessen können.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt sprach bei der Präsentation des Projekts von einem «exzellenten Ergebnis». So könne für Rheinfeldens historisch bedeutendsten Stadteingang «ein würdiges Entree» geschaffen werden.

Das Hotel Schiff soll zum Bijou werden

Es sind Worte, die dereinst auch für den Brückenkopf auf Schweizer Seite gelten könnten. Dort nämlich ist ebenfalls eine Aufwertung angedacht – das Hotel Schiff, ein Bau aus den 1970er-Jahren, soll zu einem Bijou werden. Bereits 2016 präsentierte die Schützen Rheinfelden Immobilien AG, Besitzerin der Liegenschaft, ein Neubauprojekt. Auch hier wurde schon ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt des Basler Architekturbüros Miller und Maranta sieht im Erdgeschoss ein Bistro in Richtung Marktgasse und ein Speiserestaurant zum Rhein hin vor. In den Obergeschossen sollen Hotel- und Klinikzimmer eingerichtet werden.

Die Planungen für den Neubau wurden nach der Präsentation aber erst einmal ausgesetzt. Während des Umbaus in der Klinik Schützen wurden Abteilungen ins Schiff gezügelt. Nun aber zeichnet sich der Abschluss der Umbauarbeiten ab. «Wir rechnen derzeit damit, dass die Arbeiten Mitte 2021 fertig sind», sagt Albi Wuhrmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schützen Rheinfelden AG.

Entsprechend sollen auch die Planungen für den Neubau beim Hotel Schiff wieder aufgenommen werden. «Wir machen Schritt für Schritt. Aber der Wille, dieses Projekt umzusetzen, ist gross», sagt er. «Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Projekt eine echte Aufwertung für Rheinfelden schaffen können.» Das Baugesuchsverfahren soll «so schnell wie möglich» eingeleitet werden. Da es sich um ein komplexes Projekt handle, sei aber mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren bis zur Umsetzung zu rechnen.

«Das Projekt verbindet die beiden Stadtzentren»

Wann genau der Umbau auf deutscher Seite erfolgt, ist ebenfalls noch unklar. Unter anderem gilt es, einen Investor zu finden. Eberhardt ist zuversichtlich, dass es rasch Interessenten gibt. Auch auf Schweizer Seite freut man sich über das Projekt. «Der geplante Neubau und die neue Gestaltung des Platzes in der Verlängerung der historischen Rheinbrücke ist eine Aufwertung und im Sinne unserer grenzüberschreitenden Städteplanung», sagt Stadtschreiber Roger Erdin.

Die alte Rheinbrücke mit ihren Brückenköpfen sei ein Symbol der Verbindung und Ort der «gemeinsamen Rheinfelder Lebensqualität. Mit dem Projekt gelingt es, den öffentlichen Raum in der Verbindung der beiden Rheinfelden noch besser zu bespielen und damit die Stadtzentren zu verbinden.»

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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